KANTONSRAT: Paraplegiker-Forschung an der Uni Luzern

Ein Teil der Forschung des Instituts Schweizer Paraplegiker-Forschung (SPF) soll in die Universität Luzern eingebunden werden. Der Luzerner Kantonsrat hat am Montag zwei entsprechende Postulate überwiesen.

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Das SPF war 2005 von der Schweizer Paraplegiker-Stiftung in Nottwil eröffnet worden. Der Bund anerkennt es als ausseruniversitäres Forschungsinstitut. Er sicherte ihm für 2008 bis 2011 Fördergelder von total 3 Millionen Franken zu. Allerdings verlangt der Bund, dass der Standortkanton Luzern das SPF ebenfalls unterstützt. Weil das Institut sich aber mit der Universität Freiburg verbinden will, vertagte der Kantonsrat letzte Woche den Entscheid über einen Beitrag von 3,5 Millionen.

Es soll kein Geld nach Freiburg fliessen
Bei der Zusammenarbeit Luzerns mit dem SPF geht es um soziologische Forschungen. Bildungsdirektor Anton Schwingruber erklärte am Montag im Kantonsparlament, eine medizinische Professur passe nicht an die Universität Luzern. Der Regierungsrat war bereit, die beiden Postulate aus den Reihen der SVP und der CVP entgegenzunehmen. Er erhalte damit die Möglichkeit, mit Freiburg die Frage zu klären, welche Forschungsaspekte welche Universität übernehmen solle.

Schwingruber trat zudem der Befürchtung entgegen, dass Luzern indirekt die Universität Freiburg mitfinanziere. Es werde kein Geld via Nottwil nach Freiburg fliessen, sagte er.

sda