KANTONSRAT: Paraplegiker-Forschung geht vorerst leer aus

Der Luzerner Kantonsrat verzichtet vorerst darauf, über einen Beitrag an das Forschungszentrum Schweizer Paraplegiker-Forschung (SPF) in Nottwil zu entscheiden. Es gebe zu viele offene Fragen.

Drucken
Teilen
Bruno Frick, Präsident der Schweizer Paraplegiker-Stiftung. (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Bruno Frick, Präsident der Schweizer Paraplegiker-Stiftung. (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Das SPF war 2005 von der Schweizer Paraplegiker-Stiftung eröffnet worden. Der Bund anerkennt das SPF als ausseruniversitäres Forschungsinstitut. Er sicherte ihm für 2008 bis 2011 Fördergelder von total 3 Millionen Franken zu.

3,5 Millionen Franken Unterstützung geplant
Allerdings verlangt der Bund, dass der Standortkanton Luzern das SPF ebenfalls unterstützt. Der Regierungsrat beantragte dem Parlament deshalb einen Forschungsbeitrag von 3,5 Millionen Franken.

Der Kantonsrat strich das Geschäft auf Antrag der vorberatenden Kommission einstimmig aus der Traktandenliste. Begründet wurde dies damit, dass das SPF an der Universität Freiburg einen Lehrstuhl mitfinanzieren will.

Veränderte Ausgangslage
Die Ausgangslage habe sich damit für Luzern geändert, hiess es im Parlament. Dies deshalb, weil das SPF auch mit den Luzerner Hochschulen zusammenarbeite. Die Eckwerte dieser Zusammenarbeit müssten nun neu festgelegt werden.

Die SVP wollte zudem die Behandlung des Volksschulbildungsgesetzes verschieben, dies bis nach der kantonalen Abstimmung über das Harmos-Konkordat. Der Rat lehnte den Abtraktandierungsantrag aber klar ab.

sda