Kantonsrat
Parlamentarische Gruppe will den digitalen Wandel im Kanton Luzern vorantreiben

Datensicherheit, Datenschutz oder Cybercrime: Die Chancen und Risiken der Digitalisierung sollen breiter thematisiert werden. 38 Kantonsräte haben sich dazu überparteilich zusammengeschlossen.

Reto Bieri
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Auf Initiative der Kantonsräte Guido Roos (CVP, Wolhusen) und Jörg Meyer (SP, Adligenswil) haben sich im vergangenen Jahr Luzerner Kantonsrätinnen und Kantonsräte aus allen Fraktionen zusammengetan, und eine parlamentarische Gruppe namens «Digitaler Wandel» gegründet. Mittlerweile haben bereits 38 Mitglieder des 120‐köpfigen Parlamentes ihren Beitritt erklärt, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag. Koordiniert wird die parlamentarische Gruppe durch eine Steuergruppe mit je einem Mitglied aus jeder Fraktion.

Symbolbild: Pius Amrein

«Wir sind der Meinung, dass der digitale Wandel breiter und über die kantonale Verwaltung sowie die Informatik hinaus betrachtet werden muss», lässt sich Guido Roos in der Mitteilung zitieren. Der Wandel berge Chancen und Risiken, insbesondere aber Chancen. Der Kantonsrat soll die Regierung und die Verwaltung aktiv begleiten, dabei aber gerade auch gesellschaftliche, wirtschaftliche und weitere Dimensionen im Auge behalten.

Virtueller Mitgliederanlass mit Digitalexperten

Konkret will sich die Gruppe mit der anstehenden kantonalen Digitalstrategie, einer guten Grundversorgung und dem Spannungsfeld Datensicherheit, Datenmissbrauch und Transparenz befassen. Aber auch Cybercrime und Datenschutz werden thematisiert, um Vertrauen in den digitalen Wandel zu schaffen.

Am 13. Januar fand ein erster virtueller Mitgliederanlass statt. Matthias Stürmer, Leiter Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit an der Universität Bern, gab laut der Mitteilung einen Überblick über aktuelle Themen in der Digitalpolitik.