Kantonsrat

Regierung erhält Lob für ihre Haltung zum Luzerner Theater

Das Betriebskonzept des Luzerner Theaters wird vollumfänglich öffentlich. Das passt dem Parlament.

Lukas Nussbaumer
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Ende dieses Jahres wird das Betriebskonzept des Luzerner Theaters der Regierung vorgestellt. Und es wird dereinst auch dem Kantonsrat und damit der Öffentlichkeit «vollumfänglich zugänglich gemacht», wie die Regierung in ihrer Antwort auf eine Motion von Gaudenz Zemp (FDP, St.Niklausen) schreibt. Auf die von Zemp geforderte Darstellung in Varianten will sie jedoch verzichten. Deshalb beantragte die Regierung am Dienstagnachmittag, den Vorstoss nur teilweise erheblich zu erklären. Zemp war damit genauso einverstanden wie die Mehrheit des Parlaments. Die Sprecher von SP (Urban Sager, Luzern) und GLP (Claudia Huser, Luzern) bezeichneten die Motion als überflüssig, auch wenn sie nur teilweise erheblich erklärt werde.

Zemp zeigte sich in der Folge auch erfreut über den Wandel, den das Luzerner Theater in den letzten Monaten durchgemacht hat. «Das Theater will ein offenes Haus sein. Das ist ein grosser Fortschritt. Bis jetzt war es ein in sich geschlossener Kosmos.»

Personelle Konstellation am Luzerner Theater wäre beim Kanton «problematisch»

Lob erhielt die Regierung und damit Bildungs- und Kulturdirektor Marcel Schwerzmann (parteilos) auch für die Antwort auf eine Anfrage von Gaudenz Zemp zur personellen Konstellation am Luzerner Theater, wo der künftige Betriebsleiter Stefan Vogel Lebenspartner von Intendantin Ina Karr ist, die 2021 den Vorsitz der Geschäftsleitung übernimmt. Schwerzmann hielt fest, eine vergleichbare Konstellation in einer kantonalen Dienststelle würde «als problematisch erachtet».

In der Debatte betonte Schwerzmann, die privatrechtliche Stiftung Luzerner Theater sei keine Beteiligung des Kantons, erhalte mit jährlich knapp 20 Millionen Franken aber viel Geld. Für die personellen Entscheide müsse aber der Stiftungsrat die Verantwortung übernehmen und dafür gerade stehen.