KANTONSRAT: Sprachförderung für die Kleinsten

Fremdsprachige Kinder sollen im Kanton Luzern wenn nötig bereits vor der Schulzeit beim Lernen der deutschen Sprache unterstützt werden. Der Kantonsrat hat am Dienstag diese Pläne der Regierung gestützt und zwei Postulate überwiesen.

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Marta Pinto, 5 Jahre, und Gabriel Da Silva, 6 Jahre, im Deutschunterricht für Fremdsprachige in Stansstad. (Archivbild Fabian Fellmann/Neue NZ)

Marta Pinto, 5 Jahre, und Gabriel Da Silva, 6 Jahre, im Deutschunterricht für Fremdsprachige in Stansstad. (Archivbild Fabian Fellmann/Neue NZ)

Das Parlament gab der Regierung damit freie Hand, ein Konzept zur Sprachföderung für Kinder im Vorschulalter zu entwickeln. Eine obligatorische Sprachförderung, wie dies die Vorstösser Lathan Suntharalingam (SP) und Andrea Gmür (CVP) forderten, wurde abgelehnt.

Suntharalingam begründete seinen Vorstoss mit den schlechteren Bildungschancen, die die Kinder von Migranten haben. Gmür sagte, dass das Unterrichtsniveau generell leiden könne, wenn einzelne Kinder Deutsch nur schlecht beherrschten.

Die SVP lehnte die Vorstösse ab. Es brauche keine neue Institutionen, sagte Josef Roos (SVP). Die Kinder könnten auf dem Spielplatz Deutsch lernen.

sda