KANTONSRAT: Staatsangestellte sollen nach 65 weiter arbeiten können

Luzerner Staatsangestellte, die 65 Jahre alt werden, sollen länger und einfacher weiterbeschäftigt werden können als bisher. Der Kantonsrat hat am Montag Pläne der Regierung unterstützt, das Höchstalter von 68 auf 70 anzuheben.

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Der Kanton soll Angestellten über 65 ermöglichen, auch weiter arbeiten zu können. (Symbolbild Keystone)

Der Kanton soll Angestellten über 65 ermöglichen, auch weiter arbeiten zu können. (Symbolbild Keystone)

Heute können Staatsangestellte nur im Einzelfall mit einer Bewilligung über das 65. Altersjahr hinaus arbeiten. Das Parlament hob im Personalgesetz nach erster Lesung mit 93 zu 12 Stimmen diese Beschränkung auf.

Die Details zur Weiterbeschäftigung von Senioren wird der Regierungsrat in Eigenregie in Verordnungen regeln. Er plant, das heute geltende Höchstalter von 68 um zwei Jahre auf 70 Jahre anzuheben. Das Höchstalter würde damit dem Reglement der Pensionskasse angepasst, das bei einer ununterbrochenen Weiterbeschäftigung einen Aufschub der Rente bis zum 70. Altersjahr zulässt.

Gegen die neue Regelung war die SP. Der Fachkräftemangel werde damit nicht beseitigt, eine Lösung werde einzig etwas hinausgeschoben, sagte Sara Agner (SP, Dagmersellen). Mit der neuen Regelung würden die Jungen ausgebremst.

Alle anderen Fraktionen unterstützten die vereinfachte Weiterbeschäftigung von Angestellten im Rentenalter. Claudia Huser (GLP, Luzern) sagte, es sei wichtig, dass es keinen Anspruch auf eine Weiterbeschäftigung gebe, und dass die Arbeitsverhältnisse befristet sowie von beiden Seiten kündbar seien.

Heute gehen 98 Prozent der Angestellten spätestens mit 65 in Pension. Jeder neunte Pensionierte arbeitet aber weiter, meist in Kurzeinsätzen oder mit einem reduzierten Pensum.

Der Rat stimmte dem revidierten Personalgesetz nach erster Lesung mit 93 zu 12 Stimmen zu. (sda)