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Kantonsrat stützt Pläne für Wirtschaftsfakultät

Die Universität Luzern kann in Abstimmung mit der Hochschule Luzern eine Wirtschaftsfakultät aufbauen. Der Kantonsrat hat am Montag die umstrittenen Pläne der Regierung gestützt.
Unirektor Paul Richli (links) und Hochschul-Rektor Markus Hodel verfolgen die Debatte im Kantonsrat. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Unirektor Paul Richli (links) und Hochschul-Rektor Markus Hodel verfolgen die Debatte im Kantonsrat. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Das Parlament beriet am Montag den regierungsrätlichen Planungsbericht über die Hochschulentwicklung. Es nahm den Bericht mit 62 zu 44 Stimmen zur Kenntnis.

Für eine Wirtschaftsfakultät an der Universität Luzern sprachen sich vor allem CVP und FDP aus. Heute hat die Universität die drei Fakultäten Recht, Gesellschaft- und Kulturwissenschaften sowie Theologie.

Kosten-Nutzen-Verhältnis

Der Vorschlag der Regierung, die Universität mit einer Wirtschaftsfakultät auszubauen, hatte im Vorfeld zu heftigen Reaktionen, vorab der Hochschule Luzern (Fachhochschule) geführt. Diese bietet bereits das Fach Wirtschaft an.

Ludwig Peyer (CVP) sagte, die Universität müsse wachsen, weil ein Treten am Ort Rückstand sei. Wirtschaft sei ein Wachstumsfach, das von den Luzerner Studenten oft auswärts studiert werde, und habe ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Andreas Moser (FDP) sagte, dass die Uni eine kritische Grösse brauche. Eine kleine elitäre Universität nach amerikanischen Modell sei eine nicht finanzierbare Träumerei.

Das Parlament lehnte einen Antrag ab, dass auf eine Wirtschaftsfakultät vorerst verzichtet werden solle. Auch für diejenigen, die eine Wirtschaftsfakultät nicht ablehnten, gab es aber noch offene Fragen. Die neue Fakultät solle deshalb erst dann geschaffen werden, wenn Universität und Hochschule ein gemeinsames Konzept zum Fach Wirtschaft haben.

Fehlende Variantendiskussion

SVP, GLP, SP und Grüne wollten den Bericht nicht behandeln sondern zur Überarbeitung an die Regierung zurückweisen, unterlagen damit aber mit 62 zu 51 Stimmen. Sie kritisierten, dass keine Alternativen zum Fach Wirtschaft geprüft worden seien.

Luzern dürfe sich nicht mit einem Schnellschuss für eine neue Wirtschaftsfakultät aussprechen, erklärten die vier Fraktionen. Als Alternative zur Wirtschaft wurde etwa Psychologie vorgeschlagen.

Die Kritiker einer Wirtschaftsfakultät an der Universität warfen dem Regierungsrat vor, den scheinbar einfachsten Weg zu gehen. David Staubli (GLP) sagte, der Regierungsentscheid sei von kurzfristigen finanziellen Überlegungen getrieben.

Priska Lorenz (SP) sprach von einer Aldi-Universität. Die Regierung wähle die Fächer nach den Preisschildern aus. Monique Frey (Grüne) forderte ein qualitatives Wachstum mit Nischenfächern.

sda

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