Kantonsrat überweist Postulat des Netzwerks «Frauen Luzern Politik» gegen den Willen der Regierung

Das vor beinahe einem Jahr eingereichte Postulat zur statistischen Erhebung des Anteils von Frauen und Männern in politischen Ämtern in Gemeinden war an der Septembersession traktandiert. Die Regierung lehnte das Postulat des überparteiliche Netzwerks «Frauen Luzern Politik» ab, nicht aber die Mehrheit des Kantonsrates.

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Luzerner Frauen bereit für Bern auf der Bahnhofstreppe. (Bild: PD)

Luzerner Frauen bereit für Bern auf der Bahnhofstreppe. (Bild: PD)

(zim) «Der Regierungsrat wird aufgefordert, Daten der kommunalen Wahlen regelmässig statistisch auf Parteistärken, Kandidierende nach Parteien und Geschlecht auszuwerten und analog den kantonalen und nationalen Wahlen via Lustat Statistik Luzern zu veröffentlichen», so die Forderung des Postulats des überparteiliche Netzwerks «Frauen Luzern Politik». Wie das Netzwerk mitteilt, habe der Regierungsrat in seiner Antwort dieses Anliegen nicht als Aufgabe des Kantons erachtet.

Anders sei die Position von Claudia Huser, welche das Postulat als Erstunterzeichnende eingereicht hat: «Leider muss ich davon ausgehen, dass wir unser Anliegen in diesem Postulat nicht verständlich formuliert haben. Das Postulat will nämlich: dass wir für die politische Entwicklung eruieren können, welche Geschlechter auch auf kommunaler Ebene politisch in Ämtern vertreten sind. Zahlen, basierend auf einer gemeinsamen Basis und damit vergleichbar.»

Dies sei eine grundlegende Information, um möglichen Handlungsbedarf zu erkennen. Dass darauf basierend die Parteien für die Schlussfolgerungen und Förderung zuständig seien, sei man sich im Kantonsrat einig. Das Postulat wurde mit einer knappen Mehrheit überwiesen. Somit werden die Ergebnisse der nächsten Gemeinderatswahlergebnisse ausgewertet.