Kantonsrat unterstützt Informatikstrategie

Der Luzerner Kantonsrat unterstützt grundsätzlich die Informatikstrategie, die die Regierung für die Kantonsverwaltung eingeschlagen hat. Die Strategie sei aber etwas vage ausgefallen.

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Finanzdirektor Marcel Schwerzmann. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Finanzdirektor Marcel Schwerzmann. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Rund 6000 Staatsangestellte an 300 Standorten nutzen die kantonale Informatik. Diese sei äusserst heterogen, sagte Finanzdirektor Marcel Schwerzmann am Montag im Kantonsparlament. So gebe es etwa Informatik für die Polizei, für die Steuern oder für die Landwirtschaft.

Heidi Duss (CVP) kritisierte, dass die Botschaft beim Einsatz der neuen Technologien vage bleibe. Ein Fragezeichen setzte sie bei dem dank der IT immer verfügbaren Mitarbeiter. Duss fragte sich, ob angesichts der rasanten Entwicklung mit der Informatik wirklich Kosten gesenkt werden könnten.

Die Kosten waren auch für die SVP ein Thema. Thomas Schär (SVP) forderte deren Senkung um 20 Prozent. Damit könne die Informatikabteilung gezwungen werden, auf Luxusprojekte zu verzichten.

Ylfete Fanaj (SP) stellte fest, dass der Bericht vom Wort «knapp» geprägt werde. Wenn weiter Mittel gekürzt würden, falle die ganze Informatikstrategie ins Wasser, sagte sie. Bei dieser Ausgangslage müsse man sich auch fragen, ob das IT-System des Kantons nicht Risiken ausgesetzt sei.

Auch Damian Müller (FDP) betonte die Bedeutung des Risikomanagements. Technikausfälle könnten bedrohend sein, sagte er.

Christina Reusser (Grüne) forderte, dass das E-Government auf offenen Standards basieren solle. Es dürfe nicht sein, dass der Bürger gezwungen werde, bestimmte Sofwareprodukte zu verwenden.

Ralph Hess (GLP) vermisste im Bericht Aussagen zur Green IT. Der Bericht mache nicht klar, wie der Energieverbrauch gesenkt oder die Abwärme genutzt werden könne.

Der Kantonsrat nahm schliesslich vom Planungsbericht in neutraler Form zur Kenntnis.

sda