KANTONSRAT: Wie viele Modelle für die Sekundarstufe?

Im Kanton Luzern sollte es nur noch zwei statt der bisher drei Modelle der Sekundarstufe geben. Die Abstimmung im Kantonsrat war knapp, aber ablehnend.

Drucken
Teilen
Unterrichtsszene aus einer Sekundarstufe. (Archivbild Remo Inderbitzin/Neue LZ)

Unterrichtsszene aus einer Sekundarstufe. (Archivbild Remo Inderbitzin/Neue LZ)

Der Kantonsrat hat am Dienstag den Planungsbericht Sekundarstufe beraten (offizieller Titel «Planungsbericht über die Schnittstellenproblematik zwischen der Primarstufe und der Sekstufe I und II») und diesen mit 55 zu 58 Stimmen ablehnend zur Kenntnis genommen.

Die drei bisherigen Sek-1-Modelle (kooperativ, integriert und typengetrennt) sollten auf zwei Modelle reduziert werden. Als Folge davon würde das typengetrennte Modell – oftmals in grossen Schulen eingesetzt – verschwinden. Dies wird nun vorerst nicht geschehen.

Unklarheit über Anzahl der Modelle
Die Diskussion im Kantonsrat drehte sich einerseits um die weitere Ausgestaltung der Modelle sowie um die Abschaffung des typengetrennten Modells. Dies, zumal die Komission Erziehung Bildung und Kultur (EBKK) eine Bemerkung angefügt hat, dass alle drei Modelle in der Sekundarstufe weitergeführt werden sollen.

Ein weiterer Streitpunkt war eine Bemerkung von Guido Bucher (FDP), der neben den drei bisherigen Modellen auch das altersgemischte Modell befürwortet. Diese Bemerkung wurde überwiesen, die Bemerkung der EBKK dagegen nicht.

Weiter bemängelte Angela Pfäffli-Oswald (FDP), Präsidentin der EBKK, dass im Planungsbericht die finanzielle Auswirkungen bei einem Entscheid nicht erwähnt seien.   

ana