Kantonsratspräsident setzt auf Bauerntugenden

Der neue Luzerner Kantonsratspräsident, Leo Müller (CVP), sieht den Bauernstand als Vorbild für die Politiker und den Kanton. Luzern könne von den Bauern lernen, erklärte er am Montag zum Auftakt des Parlamentsjahres 2011.

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Leo Müller beim Empfang in seiner Heimatgemeinde Ruswil. (Bild: Roger Grütter/Neue LZ)

Leo Müller beim Empfang in seiner Heimatgemeinde Ruswil. (Bild: Roger Grütter/Neue LZ)

Als Bauerntugenden nannte Müller Bodenständigkeit, Solidarität, Anpassungsfähigkeit, unternehmerisches Denken und Kauzigkeit. Müller war als Bauernbub aufgewachsen und hatte, bevor er Rechtswissenschaften studierte, die Bauernlehre und ein Agronomiestudium absolviert.

Die Bauern blieben mit beiden Beinen auf dem Boden der Realität und sie stünden zusammen, sagte Müller. Da sie dem Wetter ausgesetzt seien, seien sie auch sehr flexibel. Sie hätten gemerkt, dass Jammern weniger bringe als Innovation, Mut und Vorwärtskurs.

Zur Kauzigkeit sagte Müller, die Bauern seien schlitzohrig, eigenständig, originell, vielfältig und farbig. Im Gegensatz dazu seien die Politiker oft süchtig nach Applaus, Anerkennung, Zustimmung und Harmonie. Auch dem Kanton, der den Ruf habe, ein Musterkanton zu sein, könnte etwas bäuerliche Schlitzohrigkeit nicht schaden, fand Müller.

sda