KANTONSSCHULEN: Ein gesponsertes Schulbuch wirbt für Konzerne

Wie viel Werbung darfs sein? Keine einfache Frage, wenns um öffentliche Schulbücher im Kanton Luzern geht.

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Werbung macht auch vor Unterrichtsbüchern in Kantonsschulen nicht Halt. (Karikatur Jals)

Werbung macht auch vor Unterrichtsbüchern in Kantonsschulen nicht Halt. (Karikatur Jals)

Der Kanton Luzern muss die Lehrmittel für seine Schulen kostengünstig bereitstellen. So stehts im Gesetz über die Volksschulbildung. Und was wäre kostengünstiger als gesponserte Schulbücher?

Ein solches Sponsoringprodukt ist «Recht, Staat, Wirtschaft», mitfinanziert von der Versicherung Mobiliar, vom Energieversorger Axpo und von der Grossbank UBS. Das Buch, herausgegeben im Rorschacher Schatz Verlag, wird an Luzerner Gymnasien gratis abgegeben, zusätzlich zum offiziellen Lehrmittel.

«Für mich ist das nicht ganz unproblematisch», sagt die ehemalige Kantonsrätin Erna Müller-Kleeb (CVP, Rickenbach): «Der sparsame Umgang mit öffentlichen Geldern ist zu begrüssen, und auch das Sponsoring ist grundsätzlich nichts Verwerfliches, solange die Neutralität des Lehrmittels gewährleistet ist.» Das sei hier aber ihrer Einschätzung nach nicht der Fall.

Von der Regierungsantwort auf ihre Anfrage über die Sponsoring-Spielregeln war sie im Dezember 2007 nur «teilweise befriedigt». Die Regierung hatte unter anderem dargelegt, der kritische Umgang mit Medien, die inhaltliche «Färbungen» enthielten, gehöre «zum Lernprozess der Schule».

Andreas Tön

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.