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KANTONSSPITAL: 150 Familien übernachteten im Elternhaus

Das Ronald-McDonald-Haus nimmt Eltern von kranken Kindern auf. Besonders beliebt ist es bei Tessiner Familien.
Patricia Bräutigam
Das Luzerner Kantonsspital muss bis 2031 rund 2,5 Milliarden Franken investieren. (Bild Pius Amrein)

Das Luzerner Kantonsspital muss bis 2031 rund 2,5 Milliarden Franken investieren. (Bild Pius Amrein)

Eine Frühgeburt oder ein grösserer Eingriff bei einem Kleinkind: In einem solchen Fall zählt für die Eltern vor allem eines – die Nähe zu ihrem Kind. Deshalb gibt es seit 2013 an der Trüllhof­strasse 18 in Luzern ein Elternhaus der Ronald-McDonald-Kinderstiftung. Das Elternhaus liegt in Fussdistanz zum Luzerner Kantonsspital.

Gemäss dem kürzlich veröffentlichten Jahresbericht bewegt sich die Auslastung des Elternhauses in Luzern seit der Eröffnung zwischen 70 und 75 Prozent. Im letzten Jahr verbrachten 150 Familien insgesamt 1566 Nächte im Haus, wie Hausleiterin Margrit Bucher auf Anfrage unserer Zeitung erklärt. Mit der Auslastung ist Bucher zufrieden. Sie betont jedoch, dass sich diese kaum beeinflussen lässt. Sie schwankt je nach Bedarf und Anzahl der jungen Patienten am Kinderspital.

Das Ronald-McDonald-Haus verfügt über sechs Gästezimmer mit eigenem Bad. Es handelt sich dabei um das jüngste Elternhaus in der Schweiz.

Am meisten gefragt ist das Elternhaus von Eltern aus dem Tessin. Das Tessin gehört nämlich, neben den Zentralschweizer Kantonen, zum Einzugsgebiet des Luzerner Kinderspitals. Aufgrund der Entfernung sind Tessiner Eltern besonders auf Übernachtungsmöglichkeiten angewiesen. Sie machen daher über die Hälfte der Übernachtungsgäste aus. 33 Prozent der Eltern stammten letztes Jahr aus der Region Zentralschweiz/Zürich und 10 Prozent aus der Ost- und Westschweiz.

Im Elternhaus in Luzern arbeiten drei Personen, bei Bedarf werden auch freiwillige Helfer zugezogen. Pro Zimmer und Tag verlangt die Stiftung einen Unkostenbeitrag von 18 Franken. Die Zusammenarbeit mit dem Kinderspital Luzern ist eng. Täglich tauschen sich die beiden Organisationen über den Bedarf und die Verfügbarkeit von Gästezimmern aus.

Schweizweit profitierten letztes Jahr 1591 Familien

In der Schweiz gibt es insgesamt sieben Elternhäuser der Ronald-McDonald-Kinderstiftung. Das erste wurde 1994 in Genf eröffnet. Weitere befinden sich in Basel, Bern, St. Gallen und Bellinzona, zudem wurde in Genf inzwischen ein zweites Elternhaus eröffnet. Insgesamt verbrachten letztes Jahr 1591 Familien 12 820 Nächte in einem der sieben Häuser. Finanziert wird die weltweit tätige Stiftung über Spenden sowie über Zuwendungen des Fastfood-Riesen McDonald’s. Dieser ist im Stiftungsrat mit mehreren Mitgliedern vertreten. Im letzten Jahr kamen über die Schweizer Stiftung Spenden in der Höhe von rund 1,5 Millionen Franken zusammen.

Patricia Bräutigam

stadt@luzernerzeitung.ch

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