KANTONSSPITAL: Dessous: Zängerle hatte seine Hände im Spiel

Dessous-Reklame lag der Lohnabrechnung von Mitarbeitern des Luzerner Kantonsspitals bei. Wie nun Recherchen zeigen, hat ein Mitglied des Spitalrats den Deal vermittelt.

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Ausschnitt aus dem Flyer, der für Gesprächsstoff sorgte. (Bild pd)

Ausschnitt aus dem Flyer, der für Gesprächsstoff sorgte. (Bild pd)

Die Angestellten staunten, und dem Spital ist die Aktion im Nachhinein peinlich: Dem Brief zum Novemberlohn war Werbung für aufreizende Unterwäsche beigelegt (siehe Artikelverweis).

Pius Zängerle, der einer von drei Geschäftsführern der Luzerner Unterwäschevertriebsfirma underwear24.ch ist, betont, dass er für die Firma einen Tag pro Woche arbeite und für die Aktion lediglich die nötigen Kontakte an einen der Geschäftsführer vermittelt habe. Die Frage, ob der CVP-Kantonsrat seine Position als Spitalrat ausgenutzt hat, verneint Zängerle. «Es war kein einseitiger Nutzen und es schadete niemandem.»

Zängerles Geschäftsführerkollege Stefan Erzinger erklärt, er bedauere die Aktion ebenfalls, so, wie sie gelaufen sei. Man habe mit der Werbung niemanden belästigen wollen. Mit einem Lächeln fügt er an: «Ich finde eigentlich jedes H & M-Plakat gewagter.»

Thomas Oswald

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.