Kantonsspital Luzern entlastet Schmassmann

Für ein fehlerhaftes Verhalten von Chefarzt Adrian Schmassmann im Umgang mit Patientendaten gibt es keine Hinweise. Zu diesem Schluss kommt das Luzerner Kantonsspital. Die Strafklage gegen Schmassmann ist weiterhin hängig.

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Adrian Schmassmann ist nach Angaben des Kantonsspitals Luzern korrekt mit Kundendaten umgegangen. (Bild: Archiv Neue LZ)

Adrian Schmassmann ist nach Angaben des Kantonsspitals Luzern korrekt mit Kundendaten umgegangen. (Bild: Archiv Neue LZ)

Im Zusammenhang mit Vorwürfen gegenüber Adrian Schmassmann, Chefarzt am Luzerner Kantonsspital Sursee, haben die Abklärungen ergeben, dass es keine Hinweise auf einen Zugriff durch Adrian Schmassmann, seine teilzeitlich als Gastärztin arbeitenden Ehefrau oder seines Sekretariats auf spitalinterne Datensysteme gibt. Dies heisst es in einer von Benno Fuchs, CEO Luzerner Kantonsspital, unterzeichneten Medienmitteilung vom Mittwoch. Anfragen von zwei Patienten in der gleichen Angelegenheit hätten zum gleichen Ergebnis geführt.

Weitere Abklärungen durch die Staatsanwaltschaft

Adrian Schmassmann habe gegenüber der Spitalleitung ausdrücklich erklärt, mit Bezug auf die anstehenden Wahlen keine Patientendaten verwendet und auch keine entsprechenden Aufträge erteilt zu haben. Weitere Abklärungen erfolgen laut Mitteilung nun aufgrund einer Strafklage eines Kantonsratskandidaten gegen Adrian Schmassmann durch die Staatsanwaltschaft.

Für das Luzerner Kantonsspital habe der korrekte Umgang mit Patientendaten eine sehr hohe Priorität. Entsprechend der Vorgabe in seinem Patientenreglement dürfen Patientendaten nur bearbeitet oder verwendet werden, soweit dies für die Erfüllung der übertragenen Aufgaben erforderlich oder gesetzlich vorgeschrieben ist oder wenn die ausdrückliche Zustimmung der Patienten vorliegt. Diese Vorschrift, die den Spitalmitarbeitenden bekannt sei und auf die periodisch hingewiesen werde, beziehe sich entgegen einer missverständlichen Angabe eines Mediensprechers des Spitals selbstverständlich auch auf Adressdaten.

Laut Mitteilung steht das Luzerner Kantonsspital, das mit dem kantonalen Datenschutzbeauftragten zusammenarbeitet, weiterhin mit Nachdruck hinter der lückenlosen Einhaltung der Datenschutzbestimmungen. Ein allfälliges Fehlverhalten von Mitarbeitenden werde nicht geduldet.

pd/zim