Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Kantonsspital schreibt weiter rote Zahlen

Das Luzerner Kantonsspital hat im Jahr 2010 erneut ein ausgeglichenes operatives Ergebnis verpasst. Inklusive Nachholabschreibungen weist die Jahresrechnung einen Unternehmensverlust von 29 Millionen Franken aus.
Die Zukunft des Luzerner Kantonssitals in Wolhusen ist ungewiss. (Bild: Archiv Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Die Zukunft des Luzerner Kantonssitals in Wolhusen ist ungewiss. (Bild: Archiv Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Nach einem Gewinn von über 5,1 Millionen Franken im Jahr 2008 und den finanziell ebenfalls erfolgreichen Vorjahren zeigte die Jahresrechnung 2009 mit einem Minus von rund 26 Millionen Franken erstmals ein unbefriedigendes Ergebnis. Der Verlust aus der operativen Tätigkeit für das Jahr 2010 beträgt 3,2 Millionen Franken oder knapp ein halbes Prozent des Gesamtumsatzes von über 675 Millionen Franken. Dies schreibt das Luzerner Kantonsspital in einer Medienmitteilung vom Mittwoch.

Stark ins Gewicht fällt im Rechnungsabschluss 2010, wie bereits im Jahr 2009, ein ausserordentlicher, ausserhalb des Einfussbereichs des Spitals liegender Einmaleffekt: Die Neubewertung der per 1. Januar 2011 durch den Kanton Luzern an das Luzerner Kantonspital übertragenen Immobilien belastete das Ergebnis mit fast 26 Millionen Franken. Dieser Umstand führt dazu, dass das Luzerner Kantonsspital für das Rechnungsjahr 2010 Nachholabschreibungen vornehmen und einen buchhalterischen Unternehmensverlust von 29 Millionen Franken ausweisen muss.

Anfang 2012 tritt die neue Spitalfinanzierung in Kraft. Sie wird auch den Übergang zu einheitlichen diagnoseabhängigen Fallpauschalen für akutstationäre Spitalbehandlungen mit sich bringen. Davon erwartet man mehr Transparenz und eine leistungsgerechte Vergütung. Erstmals sollen die Leistungen der Spitäler miteinander vergleichbar werden. Das Luzerner Kantonsspital hat das neue System als einziges Spital der Schweiz parallel zu den Tagespauschalen im Sinn eines Pilotprojekts für die Jahre 2010/2011 erfolgreich eingeführt und ist auf die schweizweite Umsetzung ab 2012 vorbereitet, heisst es in der Mitteilung weiter.

Erarbeitung einer Standort- und Immobilienstrategie

Auf den 1. Januar 2011 übertrug der Kanton die Spitalbauten des Luzerner Kantonsspitals diesem Spital. Der bauliche Nachholbedarf für die Instandsetzung und -haltung der Bauten sowie für die geplanten Erweiterungen beträgt in den nächsten 15 bis 20 Jahren über 1 Milliarde Franken. Die Investitionsstrategie des Kantons Luzern der vergangenen Dekade war schwergewichtig auf die Bestandeswahrung ausgerichtet; deshalb hat sich laut Mitteilung ein erheblicher Investitionsrückstau gebildet, der einen hohen Umsetzungsdruck bei den Gebäudesanierungen verursacht.

Basierend auf drei zu bearbeitenden Standortszenarien Grüne Wiese, Neuentwicklung und Sanierung wird eine langfristige Standortstrategie für die Standorte Luzern, Sursee und Wolhusen ausgearbeitet. Davon betroffen ist somit auch die Infrastruktur in Wolhusen, die mit dem künftigen Auftrag an das dortige Spital zusammenhängt. Der Spitalrat hat seine diesbezüglichen Vorstellungen dem Regierungsrat übermittelt. Der Regierungsrat selber wird über die Zukunft des Standorts Wolhusen bis Ende 2011 informieren.

pd/zim

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.