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KAPELLBRÜCKE: Der Stadtrat geht nochmals über die Bücher

Der Stadtrat von Luzern ist bereit, die bestehende Hängeordnung der Bilder auf der Kapellbrücke überprüfen und somit auch das Aufhängen von Kopien abklären zu lassen.
Ob auch die Bilder-Kopien zum Einsatz kommen, muss nun der Bund beantworten. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Ob auch die Bilder-Kopien zum Einsatz kommen, muss nun der Bund beantworten. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Der Luzerner Jost Schumacher hat auf private Initiative alle 146 Kapellbrücken-bilder rekonstruieren lassen – auch jene 86, die bei der Brandkatastrophe vom 18. August 1993 zerstört wurden. Im Herbst 2007 hat er den Stadtrat angefragt, ob seine Kopien für drei Monate auf der Kapellbrücke aufgehängt werden könnten, heisst es in einer Medienmittelung der Stadt Luzern.

Als Alternative schlug der Stadtrat Jost Schumacher eine Ausstellung in der Kornschütte vor. Der Stadtrat berief sich dabei auf die Hängeordnung aus dem Jahr 2002. Darin ist festgehalten, dass auf der Kapellbrücke nur Originalbilder aufgehängt werden. Da damit nicht alle Joche der Kapellbrücke bestückt werden können, bleiben diese leer.

Öffentliche Diskussion wegen der Kopien
Die Ankündigung der Ausstellung der kopierten Kapellbrückenbilder im November 2008 in der Kornschütte stiess auf grosse Resonanz und löste eine öffentliche Diskussion aus, ob in Zukunft auch Kopien auf der Kapellbrücke ausgestellt werden sollen.

Claudia Portmann-de Simoni namens der FDP-Fraktion und Urs Wollenmann namens der SVP-Fraktion reichten laut Mitteilung im August 2008 je einen Vorstoss zu den Kapellbrückenbildern ein, in denen sie unter anderem den Stadtrat bitten, die Hängeordnung auf der Kapellbrücke neu zu prüfen und das Aufhängen der Kopien zuzulassen.

Denkmalpflege muss zustimmen
An der Sitzung des Grossen Stadtrates vom 29. Januar wird der Stadtrat die Interpellation und das Postulat beantworten, heisst es in der Mitteilung weiter. Der Stadtrat sei sich bewusst, dass die Bilder weite Kreise der Bevölkerung bewegen. Er wolle deshalb veranlassen, dass die Denkmalpflege des Kantons Luzern und die eidgenössische Denkmalkommission prüfen, ob kopierte Bildertafeln auf der Kapellbrücke aufgehängt werden sollen und welchen Qualitätsansprüchen diese genügen müssen.

ana

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