KAPELLBRÜCKE: Die Kopien sollen hängen – sofern sie gut sind

Der Direktor des Bundesamtes für Kultur findet nichts schlechtes an Kopien. Vorausgesetzt sie sind gut – und klar gekennzeichnet.

Drucken
Teilen
Jean-Frédéric Jauslin, Direktor des Bundesamtes für Kultur. (Archivbild Keystone)

Jean-Frédéric Jauslin, Direktor des Bundesamtes für Kultur. (Archivbild Keystone)

Eigentlich war Jean-Frédéric Jauslin am Donnerstag nicht nach Luzern gereist, um über die Bilder der Kapellbrücke zu diskutieren. Der Direktor des Bundesamtes für Kultur (BAK) kam wegen den Europäischen Tagen des Denkmals, die am 13. und 14. September in Luzern zelebriert werden. Doch Jauslin bekam schnell zu spüren, was die Bewohner, Politiker und Historiker dieser Stadt in diesen Tagen besonders beschäftigt. So kam der BAK-Chef denn auch nicht darum herum, seine Meinung zu der nicht enden wollenden Diskussion über die Bilder der Kapellbrücke preiszugeben.

BAK-Direktor ist für Kopien
Jauslins vertritt nicht die Meinung von Fachleuten wie etwa dem kantonalen Denkmalpfleger Georg Karlen, der die Bilder-Kopien gegenüber dieser Zeitung als «geschichtslos» bezeichnete. Der BAK-Chef steht auf der Seite des Grossteils der Luzerner Bevölkerung: Jauslin ist dafür, dass Kopien auf der Brücke gezeigt werden. «Vorausgesetzt die Qualität der Bilder stimmt.» Wichtig ist laut Jauslin ausserdem, dass Transparenz geschaffen wird: Wenn die Lücken auf der Kapellbrücke mit Kopien ergänzt werden, «dann müssen diese klar als solche gekennzeichnet werden», so der BAK-Direktor. «Die Besucher sollen erfahren, warum Kopien hängen und was aus den Originalen wurde.»

Daniel Schriber

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.