Kapellbrücke: Ein Schweizer Weltwunder?

Gemäss einer Umfrage von Hotels.com ist das Wahrzeichen Luzerns der beliebteste Kandidat für eine Liste der «Schweizer Wunder», gefolgt vom meistfotografierten Berg der Schweiz und dem Gotthardpass.

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Auch im Winter eine Sehenswürdigkeit und bei einer Online-Abstimmung hoch im Kurs: Die Kapellbrücke. (Bild: Archiv Neue LZ)

Auch im Winter eine Sehenswürdigkeit und bei einer Online-Abstimmung hoch im Kurs: Die Kapellbrücke. (Bild: Archiv Neue LZ)

Neben den sieben Weltwundern der Antike fragte Hotels.com nach den beliebtesten Kandidaten für ein «Schweizer Wunder». Das Resultat zeigt: Die Kapellbrücke in Luzern, Europas längste Holzbrücke, wurde mit über 38 Prozent zum Topkandidaten gewählt. Ebenfalls weit oben auf der Liste stehen das Matterhorn (35 Prozent) und der Gotthardpass zwischen Andermatt und Airolo (31 Prozent). Überraschend abgeschlagen: das Genfer Wahrzeichen, der Jet d’Eau, kommt nur auf knapp 8 Prozent. Als ähnlich unpopulär erwies sich der Schaffhauser Rheinfall, immerhin einer der grössten Wasserfälle Europas, mit lediglich 12 Prozent Zuspruch als neues Schweizer Wunder.

Eine Onlineumfrage von Hotels.com, dem meistbesuchten Hotelbuchungsportal der Welt, hat gezeigt, dass die befragten Schweizer sich bei antiken Bauwerken auskennen: Gefragt, welches die sieben Weltwunder sind, wussten über 85 Prozent, dass die Pyramiden von Gizeh dazugehören. Immerhin noch die Hälfte tippte korrekt auf das Grabmal des Königs Maussolos in Halikarnassos.

Von den sieben Weltwundern der Antike sind heute einzig die Pyramiden von Gizeh noch intakt. Einige Schweizer haben trotzdem angegeben, sie hätten den Koloss von Rhodos besucht. Die Statue fiel noch in der Antike einem Erdbeben zum Opfer und Beweise für den exakten Standort der Statue sind bis heute keine zu finden. Eine Schweizerin oder Schweizer war ausserdem im Grossen Leuchturm von Alexandria – auch dieser wurde bereits vor Jahrhunderten in einem Erdbeben zerstört. Ob sich die Befragten schlicht von der Fantasie leiten liessen oder ob es mit dem Wissen um die Antike vielleicht doch nicht so weit her ist, darüber gibt die Umfrage keinen Aufschluss.

pd/cin