KAPELLBRÜCKE: «Experimente können wir uns nicht leisten»

Die Kritik an einer Studie über das Luzerner Wahrzeichen beschäftigt auch Luzerner Politiker. Klar ist: Es sind nachhaltige Lösungen gefragt.

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Die CVP erwartet von der Stadt, dass sie die Prüfung der Sanierungsmethode der Pfähle sehr genau vornimmt.Im Bild die Brücke am 1. Januar 2015. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Die CVP erwartet von der Stadt, dass sie die Prüfung der Sanierungsmethode der Pfähle sehr genau vornimmt.Im Bild die Brücke am 1. Januar 2015. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Bei der Sanierung der zum Teil morschen Stützpfähle der Kapellbrücke verlasse sich die Stadt Luzern auf die Bachelorarbeit eines Studenten, die zum Teil massive Mängel aufweise. Diesen Vorwurf erhob Holzbauingenieur Hans Banholzer letzte Woche in unserer Zeitung.

Ihm liegt die Studie vor, die von der Berner Fachhochschule für Architektur, Holz und Bau mit einer Sperrfrist von zehn Jahren belegt wurde. Marcel Lingg, Fraktionschef der SVP im Grossen Stadtrat Luzern, interessiert, weshalb diese Studentenarbeit eine Sperrfrist aufweist. «Ich selber sehe es schon so, dass der Stadtrat, in welcher Form auch immer, eine Informationspflicht zu erfüllen hat und im geeigneten Umfang auch die Bevölkerung zu informieren ist.»

Die CVP erwartet von der Stadt, dass sie die Prüfung der Sanierungsmethode sehr genau vornimmt und gegebenenfalls sogar von einem Institut prüfen lässt. Die FDP findet den Vorschlag von Hans Banholzer, einen Ideenwettbewerb für Experten auszuschreiben, «prüfenswert». Experimente dürfe sich die Stadt bei diesem Bau nicht erlauben.

Lena Berger