KAPELLBRÜCKE: Illegaler 1.-August-Brunch geplant

Auf der Internet-Plattform Facebook werden Hunderte Leute zum Brunch auf die Kapellbrücke eingeladen. Eine Bewilligung fehlt.

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Die Idee eines Brunches auf der Kapellbrücke birgt einigen Zündstoff. (Karikatur)

Die Idee eines Brunches auf der Kapellbrücke birgt einigen Zündstoff. (Karikatur)

Ein unbekannter Initiant ruft im Internet zu einem 1.-August-Brunch der anderen Art auf: Ab 11 Uhr sollen so viele Leute wie möglich auf die Luzerner Kapellbrücke kommen und ihre eigenen Campingtische sowie Kaffee, Brot und was sonst noch zu einem Brunch gehört mitnehmen. Bereits mehr als 1000 Personen sind über die Internet-Plattform Facebook zu diesem Anlass eingeladen worden.

«Kaum Chancen»
Bei der Stadt Luzern ist man darob nicht sonderlich glücklich. In erster Linie, weil bis am Dienstag noch kein Gesuch eingetroffen ist. Und ein solches wäre laut Rico De Bona, Leiter der Abteilung Stadtraum und Veranstaltungen, zwingend notwendig für diesen Fall. «Gerade bei Brücken, die als Verbindung benutzt werden, müssen wir genau abklären, ob sie für Anlässe freigegeben werden können», sagt De Bona. Grosse Chancen gebe er der Bewilligung eines solchen Gesuchs allerdings nicht. Zu gross sei der Aufwand für die Stadt.

Was passieren würde, wenn die Veranstalter den Brunch ohne Bewilligung durchführten, liess De Bona noch offen.

Australier waren die Ersten
Der Initiant wirbt auf Facebook damit, dass ein solcher «Bridge Brunch» der erste weltweit sei. Das stimmt allerdings nicht. Im letzten Jahr gabs bereits ein Brücken-Frühstück im australischen Sydney auf der Harbour Bridge. Damals frühstückten 6000 Leute auf der berühmten Brücke. Der Anlass soll auch in diesem Jahr stattfinden.

Stefan Roschi

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.