KAPELLBRÜCKE: Stadt Luzern geht über die Bücher

Die Stadt Luzern gehe bei der Sanierung der Kapellbrücke «fahrlässig» vor, kritisierte ein Experte. Die Stadt verspricht nun, das Ganze nochmals zu «überprüfen».

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Die Sanierung der Kapellbrücke gibt weiterhin zu reden. (Bild: Philipp Schmidli)

Die Sanierung der Kapellbrücke gibt weiterhin zu reden. (Bild: Philipp Schmidli)

Ein renommierter Holzbauingenieur kritisierte in der Zentralschweiz am Sonntag das Vorgehen der Stadt Luzern bei der Sanierung der Kapellbrücke. Die Stadt setze bei der Sanierung der zum Teil morschen Stützpfähle zu sehr auf die theoretische Modellstudie eines Studenten der Berner Fachhochschule Architektur, Holz und Bau, so Hans Banholzer. Das sei «fahrlässig».

Nun reagiert die Stadt Luzern auf die Kritik. «Wir nehmen die Bedenken ernst», sagt Markus Sigrist vom städtischen Tiefbauamt. Man werde die geäusserten kritischen Aussagen «mit dem zuständigen Holzbauingenierbüro besprechen und von diesem überprüfen lassen». Wenn es neue Erkenntnisse aus der Forschung gebe, wie die Pfähle am besten saniert werden können, «werden wir diese selbstverständlich berücksichtigen», so Sigrist.

Hugo Bischof