KAPELLBRÜCKE: Stadtrat lehnt Probe-Aushang der Bilder ab

Der Luzerner Stadtrat will auf der Kapellbrücke Originalbilder zeigen. Einen probeweisen Aushang der Kopien lehnt er ab, hält aber eine Schliessung der Lücken für «prüfenswert».

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Jost Schumacher mit einer der Kapellbrückebilder-Kopien. (Bild: Archiv Neue LZ)

Jost Schumacher mit einer der Kapellbrückebilder-Kopien. (Bild: Archiv Neue LZ)

Dies geht aus der Antwort auf drei parlamentarische Vorstösse hervor. Der Stadtrat will grundsätzlich an der bestehenden Hängeordnung von 2002 festhalten.

Lücken schliessen mit Mäzenatentum?
Der Stadtrat ist offen für eine Ergänzung der Originale auf der Kapellbrücke mit Bildrekonstruktionen, die «hohen qualitativen Anforderungen» genügen. Die Realisierung ist für den Stadtrat abhängig von den Finanzierungsmöglichkeiten. Er begrüsst ausdrücklich die Idee des Mäzenatentums, wie sie Martin Merki in seinem Vorstoss anspricht.

Kein probeweiser Aushang
Namens der SVP-Fraktion forderte Urs Wollenmann ein Probe-Aushang der Schumacher-Bilder. Wie die Stadt Luzern mitteilt, «würde ein probeweiser Aushang der Bedeutung des Denkmals nicht gerecht» wie es in einer Mitteilung der Stadt Luzern heisst. Der Stadtrat respektiere, dass viele Luzernerinnen und Luzerner die Bildkopien auf der Kapellbrücke aufhängen lassen wollen. Dies ist aber nicht möglich. Die Kapellbrücke sei ein Denkmal von nationaler Bedeutung, so der Stadtrat.

Keine Revision der Bilder
Eine Revision, wie sie Daniel Wettstein in seiner Motion fordert, kommt für den Stadtrat nicht in Frage. Die Aufgabe des Stadtrates ist es, die Ansprüche der Bevölkerung und der Denkmalpflege in Einklang zu bringen. Dies wurde 2002 mit der gültigen Hängeordnung, die in einem langen Prozess erarbeitet und vom Parlament gutgeheissen wurde, erreicht.

Originale auf der Spreuerbrücke
Auch auf der Spreuerbrücke sollen in Zukunft die Originalbilder gezeigt werden. Namens der FDP-Fraktions forderte Martin Merki in einem Postulat, dass der Stadtrat die 67 Bilder des Totentanzzyklus rekonstruiert werden sollen. Der Stadtrat beurteilt, genau wie die Denkmalpflege, die konservatorischen Bedingungen für die Originale als vertretbar. Zudem wurden die Bilder der Spreuerbrücke fotografisch dokumentiert und wissenschaftlich erfasst, sodass sie in einem Schadensfall rekonstruiert werden könnten. Der Stadtrat wird aber beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz die Bestätigung einholen, ob die Unterlagen den Anforderungen des Bundes genügen. 

rem