KAPELLPLATZ: Fritschibrunnen: Geld für Sanierung fehlt

Der Fritschibrunnen muss restauriert werden. Für die Finanzierung klopft die Stadt bei der Zunft zu Safran an.

Yves Portmann
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Der Fritschibrunnen auf dem Kapellplatz in der Stadt Luzern. (Bild Nadia Schärli)

Der Fritschibrunnen auf dem Kapellplatz in der Stadt Luzern. (Bild Nadia Schärli)

«Der Fritschibrunnen muss dringend saniert werden», sagt Marcus Wüest, Zunftarchivar der Zunft zu Safran. «Der Brunnen ist für unsere Zunft sehr wichtig – er ist uns heilig, da der Legende nach Bruder Fritschi unter diesem Brunnen begraben ist.» Bereits im letzten Herbst ist der Trog des Fritschibrunnens für 30 000 Franken von der Stadt saniert worden. In einem zweiten Schritt gehe es jetzt darum, die Restauration der Brunnensäule sowie der Bannerherren-Figur in Angriff zu nehmen, erklärt Wüest.

Für den zweiten Restaurationsschritt geht die Stadt von Gesamtkosten in der Höhe von ungefähr 100 000 Franken aus. Das jährliche Unterhaltsbudget für Kulturgüter – darunter fallen Brunnen, aber auch die Kapell- und die Spreuerbrücke – belaufe sich auf weniger als 90 000 Franken. «Da die Restaurierung des Fritschibrunnens leider das städtische Unterhaltsbudget übersteigt, haben wir das Gespräch mit der Zunft zum Sanierungskonzept und auch zur allfälligen Finanzierung aufgenommen», sagt Theresia Gürtler, Leiterin der städtischen Denkmalpflege. Details zur Kostenbeteiligung durch die Zunft zu Safran sind noch nicht geklärt. Zunftarchivar Wüest sagt: «Im aktuellen Budget ist kein Posten für die Brunnensanierung reserviert. Ich kann mir aber eine Mitfinanzierung in Form eines Sponsorings unserer Mitglieder vorstellen», so Wüest. Wie viel Geld damit zusammenkommt, könne momentan aber nicht gesagt werden. Sollte die Finanzierung nicht zu Stande kommen, könnte die dringend notwendige Restaurierung des Fritschibrunnens in Anbetracht der angespannten finanziellen Lage der Stadt erst in ein paar Jahren erfolgen. «Zu diesem Zeitpunkt wird der symbolträchtige Brunnen weiter an Substanz verloren haben», sagt Wüest.