KARFREITAG: Kinder zeigen das Leiden Jesu

In der Stadt Luzern stellten Kinder am Karfreitag spielerisch die letzten Stunden von Jesus dar. Der Kinderkreuzweg verlief von der Jesuitenkirche bis zur Museggmauer. rund 150 Zuschauer verfolgten das Schauspiel.

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Der 16-jährige Linus Ruegge trägt das Kreuz vom Weinmarkt zur Museggmauer hoch. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Der 16-jährige Linus Ruegge trägt das Kreuz vom Weinmarkt zur Museggmauer hoch. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Schweigend trägt Jesus von Nazareth das Kreuz die steile Mariahilfgasse hoch. Um ihn herum sind jugendliche Hohepriester, Wächter und Jünger. Im Schlepptau folgen ihnen rund 150 Zuschauer.

Das Schauspiel, welches bereits zum fünften Mal stattfindet, beginnt auf dem Vorplatz der Jesuitenkirche mit dem Verrat durch Judas. Daraufhin folgt der Gang durch die Stadt mit Halt an mehreren Stationen, wo die Geschichte der Verurteilung und des Todes Jesu weiter erzählt wird. An der Museggmauer endet der Weg schliesslich mit der Kreuzigung.

Geleitet und organisiert wird das Schauspiel von der Lehrerin Cornelia Nepple Kost. Die musikalische Untermalung mit Klarinetten- und Tamburinklängen stammt von den Fiori di Francesco.

Aufmerksamkeit für Unschuldige
«Für die Kinder ist das Geschehen näher, wenn Jugendliche die Geschichte spielen», sagt Florian Flohr, Kommunikationsverantwortlicher der katholischen Kirche der Stadt Luzern. Zudem sollen die Kinder durch den Kreuzweg auch im Allgemeinen auf die Problematik unschuldig Verurteilter aufmerksam gemacht werden, die sie im Alltag in den Nachrichten mitbekommen.

Bei den jungen Zuschauern hinterliess vor allem Jesus, der von Linus Ruegge (16) aus Luzern gespielt wurde, bleibenden Eindruck. «Am besten gefiel mir die Szene, als Jesus das Kreuz trug», sagt Nikolaj Hollenstein (8) aus Luzern. Hannah Ammann (9) aus Luzern gefiel jene Szene, in der Veronika Jesus den Schweiss von der Stirn wischt. Ammann: «Für mich ist Jesus der Retter der Welt. Die Geschichte finde ich sehr traurig, aber es tröstet mich, dass Jesus wieder auferstanden ist.»

Sasa Rasic / Neue Luzerner Zeitung