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Willisau: Die Karnöffelzunft erwartet am Wochenende 600 Gäste aus Deutschland

Am Freitag erfolgt in Willisau der Startschuss zur Fasnacht. Mit dabei sind Mitglieder der schwäbisch-alemannischen Narrenzünfte. Sie treffen sich zum ersten Mal zur Hauptversammlung in der Schweiz.
Martina Odermatt
So präsentiert sich die schwäbisch-alemannische «Fastnacht» in Baden-Württemberg. (Bild: Alamy)

So präsentiert sich die schwäbisch-alemannische «Fastnacht» in Baden-Württemberg. (Bild: Alamy)

Am Freitag ist es soweit: Enzilochmannen, Stadttier, Nachtwächter, Wöschwyber und Guuggenmusigen eröffnen die fünfte Jahreszeit. Mit dabei ist auch hoher Besuch aus dem Norden: Die Vereinigung schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte (VSAN). Diese hält am Samstag ihre Hauptversammlung in Willisau, stattet dem närrischen Treiben im Städtli jedoch vorher einen Besuch ab. In der rund hundertjährigen Geschichte der VSAN ist dies die erste Hauptversammlung in der Schweiz.

Für die Karnöffelzunft ist dies eine besondere Ehre. Seit 1985 ist sie ein vollwertiges Mitglied der VSAN (siehe Box). «Sie haben uns in der Vergangenheit immer wieder unterstützt», sagt Lucas Peter, OK-Präsident der Hauptversammlung. «Unsere Gewänder und Masken stammen aus den Historischen Karten des Kanöffelspiels. Der Kulturelle Beirat hat uns da kompetent begleitet.» Auch deshalb wolle man sich den 68 Zunftmeistern mit ihren Zunfträten von seiner besten Seite präsentieren. Rund 600 Gäste werden erwartet.

Die für die Karnöffelzunft wichtigen Brauchtumsfiguren sind das Stadttier, der Nachtwächter und die Enzilochmannen. «Diese möchten wir den Narren der Gast-Zünfte zeigen. Unsere Fasnacht ist nicht etwa zu verwechseln mit dem deutschen Karneval», so Peter.

Willisau ist südlichstes Mitglied

Im Gegensatz zu den anderen Zünften, die teilweise aus 1000 Mitgliedern bestehen, ist die Karnöffelzunft mit ihren 70 Mitgliedern sehr klein. Dass Willisau als am südlichsten liegende Fasnachtsgesellschaft den Zuschlag als Veranstaltungsort bekommen hat, ist zwar etwas aussergewöhnlich, doch von Lucas Peter genauso kalkuliert. Denn am Herbstbot der Karnöffelzunft Ende Oktober wurde diese 6666 Wochen 6 Tage und 66 Stunden alt. «Gegen diese Schnapszahl konnten andere Zünfte nicht mithalten», schmunzelt Peter. Doch die kleine Zunft forderte vieles: Beim Organisieren des Anlasses wurden alle verfügbaren Kräfte aufgeboten. «Personell ist es eine Herausforderung. Jeder hilft mit», sagt Peter.

Um seine Karnöffelzunft und die Willisauer Fasnacht doch noch standesgemäss zu repräsentieren, hat sich Peter etwas Besonderes einfallen lassen: Sieben Holzfiguren, aus massiver Eiche geschnitzt, welche den Sagen und Mythen der Napfregion entspringen: Die Enzilochmannen, die bei drohendem Unwetter Felsblöcke aus der Tiefe des Enzilochs heraufstossen müssen, das Stadttier, das an einen bestraften Stadtbaumeister erinnert, Wöschwyber, die als autonome Fasnachtsgruppe der Karnöffelzunft angegliedert ist. Die anderen Figuren tragen die Kostüme der Farben Schilten-König, Eicheln-Ober, Schellen-Under und Rosen-Banner des Karnöffelspiels.

An der Hauptversammlung werden neue Zunftmeister vorgestellt, mögliche Ausstellungen des Fasnachtsmuseums geplant und weitere Narrentreffen angedacht. Für Schweizer Akzente sorgen Älpermagronen, Willisauer Ringli und Alphornklänge.

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