KATHOLIKEN: Synode in stiller Wahl erneuert

Die Synodalen sind in stiller Wahl gewählt worden. 38 Synodale treten ihr Amt im Kirchenparlament am 1. Juni neu an.

Roseline Troxler
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Bischof Felix Gmür stellt sich im Mai 2012 den Fragen der Synode, des Luzerner Kirchenparlaments. (Archivbild Nadia Schärli)

Bischof Felix Gmür stellt sich im Mai 2012 den Fragen der Synode, des Luzerner Kirchenparlaments. (Archivbild Nadia Schärli)

100 Sitze waren im Parlament der Römisch-katholischen Landeskirche des Kantons Luzern zu besetzen. 100 Katholiken haben sich zur Verfügung gestellt. Somit ist die Synode, das Kirchenparlament, in stiller Wahl erneuert worden. Von den 100 Synodalen sind 38 neu im Kirchenparlament vertreten (siehe Box). Die Amtsdauer von 2014 bis 2018 beginnt am 1. Juni. Pro Jahr nehmen die Synodalen an zwei Sessionen teil. Sie dauern in der Regel einen Tag. Zusätzlich bringen sie sich in der Kommissionsarbeit ein.

Synodalverwalter Edi Wigger sagt: «Wählbar sind römisch-katholische Schweizer und Ausländer mit Niederlassungsbewilligung C, die das 18. Altersjahr vollendet haben. Voraussetzung für das Amt der Synodalen ist, dass die Kandidaten ein Interesse an kirchlichen Themen haben.»

«Ein anspruchsvolles Amt»

In den letzten vierzig Jahren gab es bei der Erneuerung der Synode stets stille Wahlen. Ist das Amt zu wenig begehrt? Edi Wigger verneint: «Viele der 250 000 Katholiken im Kanton Luzern kennen die Synode zu wenig, zudem handelt es sich um ein anspruchsvolles Amt.» Es sei in den vergangenen Jahren nicht schwieriger geworden, Kandidaten für die Synode zu finden. «Aber die Fraktionen und Kirchgemeinden waren auch bei dieser Wahl gefordert, interessierte Personen anzusprechen und zu nominieren.» Als weiteren Grund für eine stille Wahl nennt Wigger: «Wenn mehr Kandidaten antreten, als Sitze zu besetzen sind, würde dies eine Urnenwahl im ganzen Synodalkreis auslösen. Dies ist möglicherweise ein Grund, dass die Fraktionen keine wilden Kandidaten ins Spiel bringen.» Vor der Eingabe der Kandidaten würden die Kirchgemeinden untereinander Absprachen treffen.

Die Landeskirche ist demokratisch organisiert und hat den Status einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft. Zu den Aufgaben der Synode gehören der Erlass von Synodalgesetzen, die Wahl des Synodalrats, die Festsetzung des Budgets und die Genehmigung der Rechnung der Landeskirche. Die 100 Sitze der Synode sind auf sieben Wahlkreise aufgeteilt. Die Synodalen setzen sich aus 86 Laien- und 14 geistlichen Mitgliedern zusammen.

Auch für die Mitglieder der Kirchenräte der 85 Luzerner Kirchgemeinden ist gestern die Eingabefrist abgelaufen. Ob es zu Kampfwahlen kommt, ist noch unklar. «Die Resultate werden uns im Verlauf der Woche gemeldet», so Wigger.