KATHOLISCHE KIRCHE: 200 Leute besuchen ökumenische Nacht

Mehr als zweihundert Personen nahmen an der vierten ökumenischen Nacht der Nächte in Luzern teil. Als einen der Höhepunkte erlebten Sie auf dem Pilatus einen vielfarbigen Sonnenaufgang.

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Der Sonnenaufgang auf dem Pilatus. (Bild pd)

Der Sonnenaufgang auf dem Pilatus. (Bild pd)

Die Nacht begann mit leisen und besinnlichen, witzigen und schrillen Tönen von Dodo Hug und Efisio Contini in der Pauluskirche. Unter dem Titel "Den Tod verlachen" hatten bissige Satiren auf die Oberflächlichkeit ("Baden-Baden") und auf die Ökonomisierung ("SPI") ebenso Platz wie Liebesballaden.

Zwischen Singen und Ruhen im Südpol
Der Weg führte weiter zum Kulturwerkplatz Südpol. Bald klang fröhliches Jodeln und intensives Mantra-Singen aus einem Atelier-Raum - angeleitet und angesteckt von der Musikerin Ruth Maienfisch. Ein weitere Raum war mit Liegestühlen bestückt. Dort gaben Bilder von todkranken Menschen und das Nietzsche-Zitat auf den Liegestühlen zu denken: "Langsam, langsam hart werden wie ein Edelstein ? und zuletzt still und zur Freude der Ewigkeit liegen bleiben." Eindrückliche Bilder zeigte der Film von Maurin Crameri "Totentanz in der Railcity."

Vor Sonnenaufgang brach die Nachtgemeinschaft zum Pilatus auf. Kurz nach der Ankunft an der Seilbahn-Gipfelstation zeigte sich der erste Goldstreifen am Horizont. Es folgte ein prächtiges Naturschauspiel mit allen Farben zwischen rot und gold und einem blutrot aufgehenden Sonnenball: Nach der durchwachten Nacht ein besonderes, österliches Erlebnis. Musikalisch wurde dies aufgegriffen und vertieft durch die Musik von Albin Brun, Patricia Dräger und Marc Unternährer, die volkstümliche und zeitgenössiche Themen in begeisterter Weise verbanden. Schliesslich klang die  "Nacht der Nächte" mit einem gemütlichen Osterbrunch aus.

Die Nacht der Nächte ist ein ökumenisches Projekt der christkatholischen, evangelisch-reformierten und katholischen Kirchen der Stadt Luzern. Mitorganisator Florian Flohr sagte in seinem Schlusswort, die Nacht lade zu einer besonderen Form des Wach-Seins ein: ein Wachsein, das die Erinnerung an das Dunkel in sich berge und zugleich die Kraft des Sonnenaufgangs in sich trage.

rem