KATHOLISCHE KIRCHE: Erwin Teufel stellt sich hinter Hans Küng

Baden-Württembergs Ex-Ministerpräsident Erwin Teufel setzt sich für die Rehabilitierung von Hans Küng ein. Der Luzerner Reformtheologe bleibt aber skeptisch.

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Hans Küng während eines Gottesdienstes in der Pfarrkirche Sursee im Juni 2008. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Hans Küng während eines Gottesdienstes in der Pfarrkirche Sursee im Juni 2008. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Erwin Teufel ist ehemaliger CDU-Ministerpräsident des deutschen Bundeslandes Baden-Württemberg (1991 bis 2005) und heute Mitglied des Deutschen Ethikrates. Teufel setzt sich nun vehement dafür ein, dass der bekannte Luzerner Reformtheologe Hans Küng seine kirchliche Lehrerlaubnis wieder erhält. Die Missio canonica wurde dem gebürtigen Surseer 1979 entzogen, nachdem er unter anderem die Unfehlbarkeit des Papstes öffentlich und grundsätzlich in Frage stellte.

Hans Küng freut sich über das Engagement Teufels – bleibt aber dennoch zurückhaltend: «Ob das viel nützt in Rom, ist eine andere Frage. Denn dort scheinen alle Fenster verschlossen zu sein», sagt der heute im deutschen Tübingen wohnhafte 81-Jährige. Adrian Loretan, Professor für Kirchenrecht an der Universität Luzern, will eine Rehabilitierung Küngs nicht per se ausschliessen. Die Chance, dass Küng die Lehrerlaubnis schon bald wieder erhält, erachtet Loretan indes als gering.

Christoph Reichmuth

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag im Inlandteil der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.