KATHOLISCHE KIRCHE: Gläubige kehren Kirche den Rücken

Der Papst hat auch Luzerner Katholiken verärgert. Immer mehr haben jetzt genug. Und die Profesoren der Theologischen Fakultät der Stadt Luzern sind in Sorge.

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Hofkirche in Luzern. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Hofkirche in Luzern. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Der Wirbel um die Wiederaufnahme von vier ultrakonservativen Bischöfen in die Kirche hat Luzern erreicht. Viele Luzerner Katholiken sind verärgert, einige treten aus der Kirche aus. In der Stadt Luzern haben seit dem 24. Januar 25 Gläubige die Kirche verlassen. Normalerweise sind es nur gerade drei bis vier pro Woche.

Florian Flohr, Kommunikationsbeauftragter der Katholischen Kirchgemeinde der Stadt Luzern, ist besorgt. Auf die Mittel, die man aus der Kirchensteuer erhalte, sei man dringend angewiesen. 2007 haben die 35'000 Mitglieder der Katholischen Kirchgemeinde der Stadt insgesamt 15,5 Millionen Franken an Kirchensteuern bezahlt.

Laut Flohr kommt es immer wieder gebündelt zu Kirchenaustritten, wenn der Vatikan umstrittene Entscheide fällt. Doch bei einem Kirchenaustritt gibt es im Normalfall auch keinen Anspruch mehr auf kirchliche Dienstleistungen wie eine Taufe, Hochzeit oder Beerdigung.

Benno Mattli

Mehr zum Thema lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.