KATHOLISCHE KIRCHE: Lohnverhandlungen – Seelsorger pokern

Der Priestermangel treibt seltsame Blüten: Seelsorger nützen ihre komfortable Ausgangslage aus. Das passt dem Bistum gar nicht.

Drucken
Teilen
Kirche St. Jost in Blatten. (Symbolbild Chris Iseli/Neue LZ)

Kirche St. Jost in Blatten. (Symbolbild Chris Iseli/Neue LZ)

Seelsorger haben im Kanton Luzern aufgrund des Personalmangels in den Kirchen versucht, massiv mehr Lohn für sich herauszuholen.

Der Bischofsvikar Ruedi Heim warnt die Kirchgmeinden, einzelne Seelsorger würden versuchen, Kirchgemeinden gegeneinander auszuspielen. «Es gibt schwarze Schafe, die um ihren Marktwert wissen und mit dem Preis spielen», sagt Heim. So versuchte ein Seelsorger, seinen Lohn um rund 20 000 Franken anzuheben.

Heim mahnt die Kirchenräte nun an, sich bei der Wahl von Personal an die Besoldungsordnung der Landeskirche zu halten. Demnach verdient ein Pfarrer pro Jahr zwischen 90 000 und 120 000 Franken brutto.
Derzeit sind im Kanton Luzern rund ein Dutzend Kirchgemeinden auf der Suche nach Gemeindeleitern.

Thomas Oswald

Mehr zum Thema lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.