Katholische Kirche Luzern schliesst 2011 mit Defizit

Nach vielen Jahren schliesst die Jahresrechnung der Katholischen Kirchgemeinde Luzern erstmals wieder defizitär ab. Mit 130‘000 Franken ist der Aufwandüberschuss bei Gesamtausgaben von 22,6 Millionen Franken jedoch gering ausgefallen.

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Katholische Kirchgemeinde Luzern mit Defizit. (Bild: Dominik Wunderli)

Katholische Kirchgemeinde Luzern mit Defizit. (Bild: Dominik Wunderli)

Das Kirchgemeindeparlament genehmigte denn auch die Rechnung in seiner ordentlichen Frühlingssitzung einstimmig. Allerdings waren besorgte Stimmen zu den finanziellen Perspektiven nicht zu überhören. Vor allem im Bereich Investitionen und Folgekosten (Abschreibungen, Unterhalt) müsse sehr sorgfältig abgewogen werden, was langfristig tragbar sei, meinte Kirchmeierin Rita Cavelti. Erstmals lag dem Parlament die Jahresrechnung zusammen mit der Rechenschaft über die Tätigkeiten gemäss Aufgabenplan vor. Damit bestand Gelegenheit, die Schwerpunkte der kirchlichen Arbeit und ihre Umsetzung im Jahr 2011 zu diskutieren. Es fiel unter anderem auf, dass die Aktivitäten für die Jugend wie Firmung und spirituelle Angebote zum Teil nur wenig genutzt werden. «Damit wird die Kirche sich vermehrt auseinandersetzen müssen», meinte Grosskirchenrat Toni Bernet-Strahm.

Mit Befriedigung nahm der Rat zur Kenntnis, dass der 2007 gegründete Kirchgemeinde-Fonds «Energie und Ökologie» die angestrebten Ziele zum Teil bereits erreicht hat. Durch betriebliche Optimierungen und Wärmedämmungen konnten 8 Prozent des Gesamtverbrauchs eingespart werden; 3 Prozent des Verbrauchs kommen aus erneuerbaren Quellen. Auf Dauer will die Kirchgemeinde in beiden Bereichen den Wert von 10 Prozent zu überschreiten. Kritisiert wurde aus dem Rat die restriktive Haltung der Denkmalpflege gegenüber Massnahmen an Gebäuden zur Wärmedämmung oder Energieerzeugung.

pd/shä