KATHOLISCHE KIRCHE LUZERN: Vorschlag: Krankengottesdienste statt Beichte

Ein Pfarreiblatt-Artikel gibt zu reden. Redaktor Lukas Niederberger kritisiert einen Beschluss der Schweizer Bischofskonferenz.

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Lukas Niederberger, Zentralre­daktor des Luzerner Pfarreiblattes. (Bild Marco Stalder/Neue LZ)

Lukas Niederberger, Zentralre­daktor des Luzerner Pfarreiblattes. (Bild Marco Stalder/Neue LZ)

Neuer Diskussionsstoff in der Debatte um die abgeschafften Bussfeiern zur generel­len Absolution von Sünden: Statt zur Beichte zu gehen, könnten Kranken­gottesdienste mit einer generellen Sündenvergebung initiiert werden.

Das schlägt das aktuelle Pfarreiblatt (Nr. 4/16. bis 28. Februar) des Kantons Luzern vor. Geschrieben hat den Artikel der Redaktionsleiter Lukas Niederberger. Wörtlich heisst es dort: «Da sich die Schweiz durch Pragmatismus auszeichnet, könnte ein möglicher Ausweg aus der jetzigen Situation sein, dass man Bussfeiern durch Krankengottes­dienste ersetzt (?) Die darin gespendete Krankensalbung befreit die Menschen auch von ihren Sünden.»

Verschiedene Sakramente
Walter Müller, Mediensprecher der Schweizer Bischofskonferenz, kann nichts mit dem Pfarreiblatt-Vorschlag anfangen, die Beichte mit dem Krankengott­esdienst zu ersetzen. «Man kann nicht die Krankensalbung gegen die Beichte ausspielen. Das sind zwei verschiedene Sakramente.»

Andreas Bättig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.