Katholische Kirche Luzern will Folgen der Kirchenaustritte klären

Das Parlament der Katholischen Kirchgemeinde Luzern hat das Budget 2020 genehmigt. Zudem will es wissen, wie sich die Kirchenaustritte in den nächsten Jahren auf die Finanzen auswirken.

Janick Wetterwald
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(sda) Wie die Kirchgemeinde am Donnerstag mitteilte, genehmigte der 30-köpfige Grosse Kirchenrat am Mittwoch im Pfarreisaal St. Leodegar den Voranschlag einstimmig. Der Aufwand beläuft sich auf 24,1 Millionen Franken, das Defizit auf knapp 30'000 Franken. Der Steuerfuss wird bei 0,25 Einheiten belassen. Der Stellenplan wird 2020 von 105 auf 109 Vollzeitstellen erhöht. Bei den neuen Stellen handelt es sich um Lehrstellen.

Bei der Debatte zum Personal wurde darauf hingewiesen, dass in den theologischen Berufen der Personalmarkt ausgetrocknet sei. Damit die katholische Kirche der Stadt Luzern auf dem Arbeitsmarkt konkurrenzfähig bleibe, forderte das Parlament den Kirchenrat mit einem Postulat auf, dem Personalmarketing besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Bei einem weiteren Postulat, das der Grosse Kirchenrat annahm, ging es um die Kirchenaustritte. Der Kirchenrat muss nun eine Prognose zur Entwicklung der Mitgliederzahlen erstellen und die Folgen auf die Finanzerträge aufzeigen. Es geht dabei um die nächsten zehn bis 15 Jahre. Weiter solle der Kirchenrat klären, wie sich die Kirchenaustritte auf das kirchliche Angebot, die Immobilien und die personellen Ressourcen auswirken könnten.