KATHOLISCHE KIRCHE: Luzerner Kirchengüter erhalten moderne Verwaltung

Im Kanton Luzern erhalten zahlreiche katholischen Kirchengüter ein modernes Verwaltungssystem. 191 altkirchliche Stiftungen werden aufgelöst und die Immobilien den römisch-katholischen Kirchgemeinden übertragen.

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Blick in die Pfarrkirche in Hildisrieden. (Bild: Boris Bürgisser)

Blick in die Pfarrkirche in Hildisrieden. (Bild: Boris Bürgisser)

Wie das Bistum Basel am Mittwoch mitteilte, hat der Heilige Stuhl diesem Vorgehen im Februar zugestimmt. Von der Änderung betroffen ist der grosse Teil der katholischen Kirchgemeinden Luzerns. Insgesamt gibt es in 71 der 85 Kirchgemeinden altkirchliche Stiftungen, die Kirchen, Pfarrhäuser oder Kaplaneien verwalten.

Diese altkirchliche Stiftungen seien zum Teil mehrere hundert Jahre alt, schreibt das Bistum Basel. Die Statuten seien nicht mehr greifbar, es gebe keine Stiftungsräte. Die Stiftungen würden deswegen von den Kirchenräten verwaltet und die Investitionen und Betriebskosten über die Kirchensteuern finanziert.

Anlass zur Bereinigung der altkirchlichen Stiftungen gab, dass der Kanton Luzern die institutionelle Trennung von Kirche und Staat einführte und die Landeskirchen verpflichtete, eigenes Recht für die Kirchgemeinden zu schaffen. Das Bistum nahm die Arbeiten zur Aufhebung des überholten Verwaltungssystems von Kirchengütern 2008 in Angriff.

Die Regelung, die nun in Luzern angewandt wird, kann nicht auf andere Bistumskantone übertragen werden, weil dort andere Rechtslagen gelten. In Kanton Luzern komme es nun zu einer Vereinfachung der Vermögenverhältnisse und der Finanzflüsse und sei zu begrüssen, teilte das Bistum mit. (sda)