KATHOLISCHE KIRCHE: Mit Wohnhäusern gegen Steuerausfälle

Die Steuergesetzrevisionen schlagen auch auf die Einnahmen der Kirchgemeinden durch. Wohnüberbauungen können Ausfälle kompensieren.

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Richard Beck, Kirchenratspräsident von Uffikon-Buchs, vor der St.-Jakobus-Kirche. (Bild: Roger Grütter/Neue LZ)

Richard Beck, Kirchenratspräsident von Uffikon-Buchs, vor der St.-Jakobus-Kirche. (Bild: Roger Grütter/Neue LZ)

Die 85 Kirchgemeinden im Kanton nehmen stetig weniger Steuern ein. Für das Jahr 2012 liegen die budgetierten Steuereinnahmen bei 99 Millionen Franken. Noch 2008 waren es über 116 Millionen. Grund für die Einnahmenausfälle sind nicht etwa Kirchenaustritte. Die Mitgliederzahl der katholischen Kirche wächst wegen der Zuwanderung sogar leicht. Vielmehr spüren die Kirchgemeinden die kantonalen Steuergesetzrevisionen. Noch ist die finanzielle Situation der allermeisten Kirchgemeinden nicht dramatisch, wie ein Blick auf die Finanzkennzahlen zeigt. Und auch Synodalverwalter Edi Wigger, der die Aufsicht über die Kirchgemeinden inne hat, sagt: «Noch steht es in keiner Gemeinde so schlecht, dass wir Verfügungen aussprechen müssen.»

Kriens baut 21 Wohnungen

Dennoch bereiten sich einige Kirchgemeinden mit Immobilieninvestitionen auf weiterhin sinkende Steuereinnahmen vor. Etwa die Kirchgemeinde Kriens, welche am 23. Januar den Spatenstich für eine Überbauung mit 21 Wohnungen feierte. Der Krienser Kirchgemeindepräsident Martin Koller sagt: «Der Ertrag soll uns helfen, unseren sozialen Verpflichtungen nachzukommen, auch wenn die Steuereinnahmen weiter sinken.» Zurzeit reichten die Steuereinnahmen zwar noch aus, doch durch diese Immobilieninvestition sichere sich seine Kirchgemeinde für die Zukunft ab, sagt Koller.

Florian Weingartner

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