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Katholische Kirchgemeinde Neuenkirch stimmt über 10-Millionen-Projekt ab

Noch Ende Sommer will die katholische Kirchgemeinde mit dem Bau von zwei Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 16 Eigentumswohnungen beginnen. Durch ein spezielles Modell will die Kirchgemeinde Spekulanten den Riegel schieben.
Susanne Balli
So sollen die Mehrfamilienhäuser in Neuenkirch aussehen. (Visualisierung PD)

So sollen die Mehrfamilienhäuser in Neuenkirch aussehen. (Visualisierung PD)

Die Baueingabe wurde unlängst gemacht, die Baubewilligung ist erteilt. Es fehlt nur noch der Segen der Stimmberechtigten der katholischen Kirchgemeinde Neuenkirch. Diese will mitten im Dorf, am Haldenrain, zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 16 Eigentumswohnungen realisierten. Für die Umsetzung braucht die Kirchgemeinde ein Sonderkredit in der Höhe von 10 Millionen Franken. Den Beschluss dafür können die Stimmbürger am 27. Juni an einer ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung fassen.

«Das Interesse an den Wohnungen ist sehr gross», sagt der Präsident des Kirchenrats Beat Schnyder. Besonders gefragt seien die Familienwohnungen mit 4,5 und 5,5 Zimmern. «Ursprünglich haben wir gar keine 5,5-Zimmer-Wohnungen vorgesehen», erklärt Schnyder. Doch weil gerade nach solchen Wohnungen eine grosse Nachfrage herrschte, habe der Kirchenrat die Pläne vor kurzem noch angepasst. «In der Botschaft sind die 5,5-Zimmer-Wohnungen darum noch nicht aufgeführt.» Anstatt je sechs 2,5-Zimmer-Wohnungen pro Haus werden lediglich deren zwei gebaut. Dafür sind pro Mehrfamilienhaus je zwei 5,5-Zimmer-Wohnungen geplant. «Damit haben wir auf das grosse Interesse zahlreicher Familien reagiert», erklärt Schnyder. Ausserdem sind je zwei 3,5-Zimmer-Wohnungen und je zwei 4,5-Zimmer-Wohnungen geplant.

Kirche braucht neue Einnahmequellen

Dass die katholische Kirchgemeinde am Haldenrain 1 und 3 diese Mehrfamilienhäuser bauen will, hat wie bei vielen anderen Bauprojekten von Kirchgemeinden den Grund in den Finanzen. «Auch wir haben mit vielen Kirchenaustritten zu kämpfen. Die Steuereinnahmen schwinden, die Kosten aber bleiben gleich hoch. Damit sind wir auf anderweitige Finanzierungsmöglichkeiten angewiesen», sagt Schnyder. Die Wohnungen werden im Baurecht abgegeben. Das bedeutet, dass die katholische Kirchgemeinde neue Einnahmen über den Baurechtszins generieren. Doch Schnyder betont, dass die Wohnungen eher im unteren Preissegment liegen und für Familien finanzierbar sein werden. Die genauen Verkaufspreise seien aber noch nicht festgelegt.

Damit die Wohnungen nicht gekauft und dann für einen viel höheren Preis weiterverkauft werden, hat sich die Kirchgemeinde für das Modell «Flexibles Wohneigentum» entschieden. Das bedeutet: Die Kirchgemeinde baut im Stockwerkeigentum. Die Wohnungen werden verkauft (oder allenfalls auch nur vermietet). Dabei behält die Kirchgemeinde ein limitiertes oder unlimitiertes Rückkaufsrecht an den Stockwerk-Eigentumswohnungen und lässt diese im Grundbuch eintragen. «Es gibt also eine vertraglich oder statutarisch festgehaltene Rückkaufsverpflichtung der Kirchgemeinde zu einem bestimmten Preis. Damit wollen wir von Anfang an Spekulationen den Riegel schieben», erklärt Schnyder.

Einstellhalle mit 39 Parkplätzen

Das neue Quartier wird über eine neue Erschliessungsstrasse erreicht. Die Zufahrt erfolgt über die Windblosenstrasse. Die beiden Gebäude sollen über ein «Begegnungsband für Fussgänger» erschlossen werden. Die breiten Gehwege werden mit Pflanzen von der Fassade abtrennen. Im Untergeschoss wird eine Einstellhalle mit 39 privaten Parkplätzen gebaut.

Die ausserordentliche katholische Kirchgemeindeversammlung findet am Donnerstag, 27. Juni um 20 Uhr im Pfarreiheim Neuenkirch statt.

Spatenstich für zwei neue Gebäude der katholischen Kirchgemeinde Inwil

Auch die katholische Kirchgemeinde Inwil baut neue Wohnungen. Mit ihrem Projekt eines Mehrfamilienhauses mit zirka zwölf Mietwohnungen und dem Neubau des Pfarreigebäudes ist man in Inwil aber bereits einige Schritte weiter. Heute findet der Spatenstich statt. Die beiden Gebäude kosten insgesamt 8,7 Millionen Franken. Im vergangenen November haben die Stimmberechtigten der römisch-katholischen Kirchgemeinde Inwil die Aufnahme von Fremdkapital in der Höhe vom 5,7 Millionen Franken grossmehrheitlich bewilligt (wir berichteten).

Aufgrund der Neubauten fanden diesen Monat Exhumationsarbeiten und eine Gedenkfeier statt. Wie dem Mitteilungsblatt «Ratsstube» der Gemeinde Inwil zu entnehmen ist, werden weitere Projektschritte auf der Website (www.pr-oberseetal.ch) und/oder im Pfarreiinfo publiziert. (sb)

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