Kein «Klotz» auf der Luzerner Allmend

Das Projekt «Der Klotz» erfüllt die Auflagen der Jury bei einer abschliessenden Beurteilung nicht. Sie empfiehlt deshalb dem Stadtrat, das Kunstwerk vor dem neuen FCL-Stadion nicht zu realisieren.

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«Der Klotz» von Felix Kuhn. (Bild: PD)

«Der Klotz» von Felix Kuhn. (Bild: PD)

Zur künstlerischen Gestaltung der Vorzone Allmend hatte die Stadt Luzern einen Ideenwettbewerb ausgeschrieben. Felix Kuhn aus Luzern ging Ende Januar mit seinem Projekt «Der Klotz» als Sieger des Wettbewerbs hervor und gewann 8000 Franken der Gesamtpreissumme von 20'000 Franken.

Am Mittwoch letzter Woche hat nun die abschliessende Beurteilung des Prämierten Projektes durch die Jury stattgefunden. Dabei kam diese aber einstimmig zum Schluss, dass das weiterbearbeitete Projekt die Voraussetzungen für eine Realisierung nicht erfülle und nicht zur Ausführung empfohlen werden könne, wie die Stadt Luzern am Donnerstag mitteilt.

Kritik an Überarbeitung

Eigentlich hatte die Jury das Projekt ursprünglich zur Weiterbearbeitung und unter Auflagen auch zur Umsetzung empfohlen. Durch die Überarbeitung habe die Projektidee aber keine Präzisierung erfahren, sondern im Gegenteil an Aussagekraft und Klarheit verloren, kritisiert die Jury bei ihrer abschliessenden Beurteilung. Trotz Korrektur der Berechnungen der im Klotz dreidimensional abgebildeten Zahlen, Fakten und Materialien werde immer noch eine nachvollziehbare, logische und plausible Entsprechung zu den Allmendbauten vermisst.

Bedauerlicherweise habe sich der Künstler in der Weiterbearbeitung weitgehend auf ausführungstechnische Fragen beschränkt. Dabei sind aus Sicht der Jury die erwartete und notwendige künstlerische Weiterentwicklung und Verdichtung des Projektes nicht verwirklicht, das künstlerische Potential nicht ausgeschöpft und der künstlerische Anspruch nicht eingelöst worden. Der Stadtrat solle deshalb von einer Ausführung absehen.

Platz soll nicht «kunstlos» bleiben

Trotz allem empfiehlt die Jury dem Stadtrat, das Thema «Kunst im öffentlichen Raum auf der Vorzone Allmend» nicht ad acta zu legen, sondern es nach Abschluss sämtlicher Bauarbeiten neu zu lancieren. Die Vorzone Allmend als wichtige öffentliche Zone und grösster Platz Luzerns dürfe nicht «kunstlos» bleiben. Gemäss Mitteilung stellt der Stadtrat in Aussicht, die für die Kunst im öffentlichen Raum bereitgestellten finanziellen Mittel zu reservieren und 2013, wenn die Vorzone fertiggestellt ist, wieder zu aktivieren.

Schon seit Anfang Februar sorgt das 140'000 Franken teure und sechs Meter hohe Monument, das den Platz vor dem neuen FCL-Stadion schmücken sollte, für kontroverse Diskussionen.

pd/bep

Die Jury

Die fünfzehnköpfige Jury unter dem Vorsitz von Mathis Meyer, Gesamtprojektleiter Allmend, bestand aus Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Partner auf der Allmend, der Stadtverwaltung und Fachpersonen aus Bau und Kunst.