Kein Passionsspiel 2013 in Luzern

Die Katholische Kirche der Stadt Luzern hat entschieden, das Freilichtspiel erst 2014 durchzuführen. Produktion und Regie sollen mehr Zeit zur Entwicklung des Stücks erhalten.

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Jesus im Kreis seiner Jünger: die Abendmahlszene in der Vorhalle
der Hofkirche bei der Passionsspiel-Aufführung 1938. (Bild: Schweizerische Theatersammlung Bern)

Jesus im Kreis seiner Jünger: die Abendmahlszene in der Vorhalle der Hofkirche bei der Passionsspiel-Aufführung 1938. (Bild: Schweizerische Theatersammlung Bern)

Angesichts kritischer Stimmen im Vorfeld liegt dem Pastoralraumteam und dem Kirchenrat daran, genügend Zeit für eine sorgfältige Vorbereitung der Passionsspiele einzuräumen, wie die Katholische Kirche der Stadt Luzern am Montagabend in einer Mitteilung schreibt. «Es hat sich gezeigt, dass die bisherige Planung zu ambitiös war», erklärt Peter Bischof, Geschäftsleiter der Katholischen Kirchgemeinde Luzern und Mitglied der Steuergruppe für das Passionsspiel.

Ursprünglich war vorgesehen, das Stück im September 2013 auf der Lidowiese durchzuführen. Das Projekt, an dem auch der deutsche Sänger Konstantin Wecker beteiligt ist, stiess auf eine grosse Resonanz und auf Kritik. Die konservative Pro Ecclesia kritisierte, die Initianten wollten das Leben von Jesus verfälscht darstellen.

Die Aufführungen sollen nun vom 4. bis 21. September 2014 auf der Luzerner Lidowiese stattfinden. Die Organisatoren erwarten rund 10'000 Besucher. Für die Produktion der Passionsspiele hat die Katholische Kirche Luzern den Luzerner Christoph Risi verpflichtet, welcher über grosse Erfahrung im Bereich von Freilichtspielen verfügt. Regie führt Barbara Schlumpf, die mit Aufführungen wie «Franzos im Ybrig» in Einsiedeln, «Gasthof WilhelmTell» in Altdorf, «Japanesenspiele» in Schwyz und «Die Siebtelbauern» im Landschaftstheater Ballenberg bekannt wurde.

pd/rem/sda