Kein Zusammenhang mit deutschen Bakterien

Das Darmbakterium EHEC, welches am Montag im Luzerner Kantonsspital bei einem Patienten nachgewiesen wurde, unterscheidet sich offenbar von den in Deutschland gefundenen Bakterien. Der Gesundheitszustand des erwachsenen Patienten ist stabil.

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Am Luzerner Kantonsspital Luzern wurde am Montag bei einem Patienten im Rahmen einer Durchfallabklärung eine Infektion mit dem Darmbakterium EHECfestgestellt. Wie das Spital nun mitteilt, hätten weiterführende Untersuchungen aufgezeigt, dass sich die EHEC-Darmbakterien des Zentralschweizer Patienten von den in Deutschland gefundenen Bakterien unterscheiden. Der Gesundheitszustand des erwachsenen Patienten sei stabil.

Solche sogenannte sporadische Fälle einer EHEC-Infektion werden in der Schweiz jährlich zirka 50 bis 70 Mal gemeldet. Damit gibt es weiterhin keine Hinweise auf EHEC-verunreinigte Lebensmittel in der Schweiz.

Das Luzerner Kantonspital weist zusätzlich darauf hin, dass sporadische EHEC-Infektionen insbesondere bei Kindern in der Schweiz seit vielen Jahren bekannt sind. Pro Jahr erkranken in der Zentralschweiz im Durchschnitt fünf Kinder an dieser Krankheit, wobei die meisten Kinder ein Nierenversagen entwickeln, das mit Dialyse behandelt werden kann. Zum besseren Studium der Krankheit werden diese Patienten in einer nationalen Datenbank erfasst.

pd/bep