Kommentar

Keine Frau in der Urner Regierung: Missstand muss in vier Jahren behoben werden

Während sich die parteiliche Zusammensetzung der Urner Regierung minim veränderte, bleibt ein Übel bestehen: Es ist keine einzige Frau im Regierungsrat. Dies muss sich ändern.

Florian Arnold
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Florian Arnold

Florian Arnold

Bild: Manuela Jans-Koch

Die Urner Wählerinnen und Wähler haben sich für Kontinuität und Konkordanz entschieden: Alle fünf bisherigen Regierungsräte haben die Wiederwahl geschafft – auch SP-Vertreter Dimitri Moretti, dessen Wahl für viele auf der Kippe stand. Er steht zwar am Schluss der Bisherigen, erreichte aber mehr Stimmen als die beiden neu Gewählten.

Mit Christian Arnold erobert sich nun die SVP ihren Sitz zurück, den sie vor vier Jahren abgeben musste. Der Seedorfer Meisterlandwirt hat über seine Parteigrenze hinaus überzeugen können – dies auch wegen seiner Vorarbeit im Landrat: Arnold zählt zu den aktiven Parlamentariern, die mit spontanen Voten punkten und überzeugen können.

Dass die FDP einen Sitz hergeben musste, war rein rechnerisch logisch. Denn die CVP behält die grösste Wählerbasis in Uri – was auch die Landratswahlen deutlich machen, bei denen die Mittepartei vorläufig zwei Sitze gewinnt und sogar noch auf weitere hoffen darf.

Wermutstropfen der Wahl, die notabene am Weltfrauentag stattfand, bleibt die nun reine Männerregierung. Auch wenn die Parteien behaupten, alles versucht zu haben, greift das Argument nicht, es gebe schlicht zu wenige Frauen, die sich ein solches Amt zutrauten. Die Parteien haben nun vier Jahre Zeit, diesen Missstand zu beheben: Jetzt müssen Frauen aufgebaut und in dreieinhalb Jahren nominiert werden.

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