Keine Prostitution vor Wohnhäusern mehr

Mit dem angepassten Reglement über die Strassenprostitution ist käuflicher Sex in bewohnten Strassenabschnitten verboten. Die Änderung des Reglements soll der Luzerner Polizei den Vollzug der gesetzlichen Vorgaben erleichtern.

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Ein Prostituierte auf dem Strassenstrich in der Werkhofstrasse. (Bild: Archiv/Neue LZ)

Ein Prostituierte auf dem Strassenstrich in der Werkhofstrasse. (Bild: Archiv/Neue LZ)

Ab sofort darf in der Stadt Luzern käuflicher Sex nicht mehr an Strassenabschnitten und Plätzen angeboten und nachgefragt werden, an denen Häuser stehen, die nicht ausschliesslich Geschäftszwecken dienen. Diese Änderung des Reglements über die Strassenprostitution soll der Luzerner Polizei den Vollzug der gesetzlichen Vorgaben erleichtern, heisst es in einer Medienmitteilung der Stadt Luzern vom Dienstag.

Das vom Parlament am 10. November 2011 erlassene Reglement über die Strassenprostitution habe sich in der praktischen Anwendung als zu auslegungsbedürftig erwiesen. Dies erschwerte die Umsetzung durch die Luzerner Polizei, heisst es in der Mitteilung weiter. Beispielsweise sei es weiterhin möglich gewesen, Stras-senprostitution in Gebieten mit 49 Prozent Wohnanteil anzubieten und nachzufragen. Damit wurde nach Angaben der  Stadt das eigentliche Ziel, die Wohnbevölkerung vor den negativen Auswirkungen der Strassenprostitution zu schützen, nicht vollumfänglich erreicht.

Der Grosse Stadtrat von Luzern hat am 24. Mai 2012 die Teilrevision des Reglements über die Strassenprostitution beschlossen. Der Regierungsrat des Kantons Luzern hat nun die darauf gestützten Strafbestimmungen genehmigt. Das angepasste Reglement ist damit per sofort in Kraft getreten.

pd/zim