Keine Verhaftungen – «weil es bereits dunkel war»

Trotz eines massiven Aufgebots hat die Luzerner Polizei am Sonntag bei den Auseinandersetzungen rund ums Cupspiel Kriens-GC keine Fussballchaoten festgenommen. Jetzt verteidigt sie sich.

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Nach dem Cupspiel Kriens gegen GC ist es in Kriens und in Luzern zu Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Fanlagern gekommen. Während in Kriens rund ein Dutzend Krienser die wegfahrenden VBL-Busse mit GC-Fans mit Steinen bewarfen, griffen Luzerner Chaoten, die per Zug vom FCL-Cupspiel in Wohlen zurückgekehrt waren, im Bahnhof den abfahrenden Extrazug der Zürcher an. Zwei Personen erlitten dabei Verletzungen.

Die Luzerner Polizei war sowohl bei den Ausschreitungen rund um das Stadion in Kriens als auch bei jenen im Bahnhof Luzern vor Ort. Dabei setzte sie einen Wasserwerfer und Gummischrot ein. Verhaftet aber hat sie niemanden. Richard Huwiler, Mediensprecher der Luzerner Polizei, verteidigt dieses Vorgehen folgendermassen: «Als die Auseinandersetzungen begannen, war es bereits dunkel. Eine eindeutige Identifizierung von möglichen Tätern war äusserst schwierig, und deshalb waren auch gezielte Festnahmen von möglichen Tätern nicht möglich.»

«In der Verantwortung der SBB»

Zudem nimmt Huwiler auch die SBB in die Pflicht: «Die Koordination von Fanzügen liegt in der Verantwortung der SBB.» Dies bestätigt SBB-Mediensprecher Reto Schärli: Normalerweise würden Fanzüge so koordiniert, dass keine gegnerischen Fans aufeinandertreffen. Diesmal sei für die FCL-Fans aus Wohlen aber gar kein Fanzug organisiert worden, sodass diese mit einem normalen Zug heimkehrten.

Simone Hinnen

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