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Keiner wird zum Abstieg verdonnert

Kickers Luzern schlägt Hergiswil mit 2:1 und sichert sich am letzten Spieltag der 2.-Liga-inter-Saison den Klassenerhalt. Auch die Nidwaldner vermeiden die Relegation definitiv – dank des Strafpunkte-Reglements.
Stephan Santschi
Geschafft: Die Kickers-Spieler freuen sich – der Ligaerhalt ist realisiert. (Bild: Nadia Schärli, Luzern, 15. Juni 2019)

Geschafft: Die Kickers-Spieler freuen sich – der Ligaerhalt ist realisiert. (Bild: Nadia Schärli, Luzern, 15. Juni 2019)

Und dann kam es doch noch, das Gewitter, lange konnten es die Zuschauer im Tribschen-Stadion aus der Ferne betrachten. 90 Minuten waren gerade vorüber zwischen Kickers Luzern und Hergiswil, als Schiedsrichter Julian Müller die Akteure nach einem heftigen Donnerschlag in die Kabinen schickte.

Doch anstatt die Partie zu beenden, unterbrach er sie nur und bestand darauf, die vier Nachspielminuten noch zu absolvieren. Das sorgte hier und dort für Kopfschütteln, nach etwa zehn Minuten kamen die Teams dann nochmals in den strömenden Regen zurück, um das Geschehen ordnungsgemäss abzuschliessen. Am Ausgang änderte sich nichts mehr: Die Luzerner bezwangen die Nidwaldner mit 2:1.

Wenn das Verhindern von Karten im Zentrum steht

Die Ausgangslage vor dem Spiel war speziell gewesen. Eigentlich hätte es in dieser letzten Runde der 2.-Liga-inter-Saison ein purer Krimi im Abstiegskampf werden können. Kickers Luzern, das mit einem Punkt Rückstand auf dem drittletzten Platz klassiert war, traf auf Hergiswil, das sich unmittelbar über dem Strich befand. Da sich der FC Vallorbe-Ballaigues aus der Gruppe 2 aber freiwillig zurückzieht, steigen heuer nicht 18, sondern nur 17 Teams ab. Das heisst: Der beste Drittletzte bleibt ebenfalls drin. Bereits vor der Partie war dies Kickers Luzern aus der Gruppe 4, und da auch die Strafpunktezahlen, die bei Punktgleichheit über die Rangierung entscheiden, für die beiden Zentralschweizer Teams sprachen, ging es gestern in erster Linie nicht darum, Tore zu erzielen, sondern gelbe und rote Karte zu vermeiden. «Wenn auch der Drittletzte sicher absteigen würde, hätte es anders getätscht. Wir wussten, dass wir nicht reinlangen dürfen», sagte Hergiswils Trainer Marc Odermatt. Und sein Gegenüber Faras Pour Hayavi hielt fest: «Wir wollten nicht nur die Zweikämpfe hart führen, sondern auch fair spielen. Wir versuchten so lange wie möglich auf den Beinen zu bleiben.»

Und so entwickelte sich ein Duell zweier Abstiegskandidaten, das letztlich nicht allzu viel mit einem echten Relegationskampf zu tun hatte. Zwar war es nicht gerade ein Stillhalteabkommen, doch die letzte Intensität und Konsequenz fehlte. Die Hergiswiler erwischten dabei den besseren Start, kontrollierten das Geschehen und gingen in der 28. Minute durch einen feinen Linksschuss von Florian Eberhard in Führung. Die Antwort des Gegners folgte acht Minuten später, als Adnan Ates plötzlich alleine vor dem Tor stand und zum Ausgleich einschob. Nach dem Seitenwechsel war Kickers Luzern die bessere Mannschaft und realisierte in der 73. Minute durch einen Schlenzer von Stürmer Stefan Marinkovic unter die Latte den verdienten Siegestreffer. Da die Nidwaldner sehr diszipliniert auftraten und nur eine Verwarnung kassierten, war ohne den Blick auf die Plätze in den anderen 2.-Liga-inter-Gruppen klar, dass auch sie trotz Gewittergrollen nicht mehr zum Abstieg verdonnert werden konnten.

Kickers-Trainer: «Qualität hat sich durchgesetzt»

Die Erleichterung war letztlich beiden Trainern anzusehen. Auf der einen Seite Pour Hayavi, der vergangene Saison mit Kickers aus der 1. Liga flog, einen Umbruch im Kader zu moderieren hatte und nun dank einer Steigerung in der Rückrunde einen weiteren Abstieg verhindern konnte. «Die Qualität hat sich durchgesetzt», freute er sich. Auf der anderen Seite Marc Odermatt, der in der letzten Spielzeit mit Hergiswil auf den Aufstieg in die 1. Liga verzichtet hatte und nun trotz Abstiegsplatz nicht relegiert wird: «Es fehlten bei jedem ein paar Prozent, auch was die Trainingsbeteiligung anbelangt. Nächste Saison muss sich dies dramatisch ändern.»

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