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Kinderatelier feiert 10 Jahre Kreativität

Das Kinderatelier der Stiftung Akku präsentiert zum Jubiläum eine Ausstellung. Seine Mal- und Bastelkurse für Kinder haben sich innert weniger Jahre zu einem Erfolgsprojekt entwickelt.
Beatrice Vogel

Zielstrebig tunkt Liv Niklaus (4) den Pinsel in den rosa Farbtopf und macht sich damit an ihrem bunten Bild zu schaffen. Währenddessen tollen die anderen Kinder herum, basteln, kleben, hämmern. Wo sie gefragt sind, helfen die beiden Leiterinnen den Kindern. Sie stellen jedes Mal andere Angebote zur Auswahl, sorgen aber auch dafür, dass die Drei- bis Fünfjährigen in der Spielgruppe des Akku-Kinderateliers nach eigener Lust und Laune kreativ sein können.

Das Kinderatelier der Stiftung Akku in Emmen gibt es seit 10Jahren. Zum Jubiläum wird vom 28. April bis 6. Mai in der Akku-Kunstplattform eine Ausstellung mit Werken von 150 Kindern gezeigt. Dazu gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm.

Anfangs mit weniger als 20 Kindern

Die Gestaltungskurse des Kinderateliers werden derzeit von rund 100 Kindern besucht. Angefangen hat aber alles ganz klein: «Wir haben 2008 mit zwei Kursen für Primarschulkinder, an dem weniger als 20 Kinder teilgenommen haben, in einem ehemaligen Kindergarten im Erlenquartier angefangen», erzählt Monika Kunz Tscholitsch, Leiterin des Kinderateliers. Von Jahr zu Jahr sei die Teilnehmerzahl gestiegen, das Programm vergrössert und angepasst worden. Nach zwei Jahren ist das Kinderatelier in die Viscosistadt gezogen, wo die Kunstplattform Akku beheimatet ist und Ausstellungsräume besitzt.

Die Idee für das Kinderatelier kam Kunz schon einige Jahre zuvor. «Ich habe realisiert, wie wichtig das Gestalterische für Kinder ist. Allerdings kommt es aus meiner Sicht in der Schule zu kurz», sagt die ausgebildete Primarlehrerin. Sie wollte Kindern ausserhalb der Schule die Möglichkeit bieten, kreativ tätig zu sein, weshalb sie sich an der Zürcher Kunsthochschule weiterbildete. «Die Stiftung Akku ist in jener Zeit aktiv geworden. Also reichte ich ein Konzept ein und wurde mit dem Aufbau des Kinderateliers beauftragt.»

Ziel des Angebots ist es, den Kindern die Welt der Farben und Formen, der Kunst und des kreativen Arbeitens zu erschliessen. «Wir geben dabei Inputs, zeigen Techniken und Materialien. Die Kinder sollen aber möglichst frei arbeiten und ihre eigenen Ideen entwickeln» – und dies unabhängig von Leistungs- oder Zeitdruck.

Geschätzt wird das Angebot auch von den Eltern. «Die Kinder haben hier viel Freiheit und dürfen wild sein», sagt Hanspeter Meyer, dessen Sohn Ueli (5) in der Spielgruppe ein wenig von seiner Scheu abgebaut hat. Und Eveline Müller sagt lachend über ihre Tochter: «Delia hat jedes Mal farbige Haare, wenn sie heimkommt.» Die knapp Fünfjährige hat sich mit ihrer Freundin Emilie (5) ebenfalls ans Malen gemacht. Auch deren Mutter Katja Gajski gefällt, dass die Kinder im Atelier nicht so Sorge zum Mobiliar tragen müssen wie zu Hause. «Wir dürfen die Bilder immer mit heimnehmen», sagt Emilie. In den zwei Jahren, in denen Emilie und Delia die Akku-Spielgruppe schon besuchen, dürften sich also einige Werke angesammelt haben. Einzelne davon werden an der Jubiläumsausstellung zu sehen sein.

Aktuelles Schaffen aus verschiedenen Kursen

Ein Thema hat die Ausstellung nicht: «Wir wollen das aktuelle Schaffen aus den verschiedenen Kursen präsentieren und aufzeigen, wie vielfältig die Möglichkeiten sind», so Monika Kunz.

Neben der Spielgruppe werden auch Semesterkurse und Ateliers an Halbtagen für Kinder bis 12 Jahre angeboten. Geplant sind auch Angebote für ältere Kinder. 60 bis 70 Prozent der Kinder kommt aus Emmen, der Rest aus der Region. «Einige reisen sogar jede Woche aus dem Kanton Zug oder Aargau an.» So manches Kind besucht über Jahre immer wieder Kurse – auch die ältere Tochter von Eveline Müller: «Ich bin selber nicht so die Bastlerin und deshalb froh, dass meine Kinder hier so kompetent betreut werden.»

Ausstellung vom 28. April bis 6. Mai, Gerliswilstrasse 23, Emmenbrücke. Weitere Infos und Programm: www.akku-emmen.ch.

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