Kindergarten und Primarschule: Lehrpersonen im Kanton Luzern erhalten mehr Lohn

Aktuell ist es schwierig, genügen Lehrpersonen für die Stufen Kindergarten und Primarschule zu finden. Der Luzerner Regierungsrat will die beiden Berufe attraktiver machen, indem er sie in höhere Lohnklassen einteilt.

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(lil) Der Luzerner Regierungsrat hat beschlossen, dass auf das Schuljahr 2021/2022 die Kindergarten- und Primarlehrpersonen mehr Lohn erhalten sollen. Denn es sei aktuell schwierig, genügend Lehrpersonen für die genannten Stufen zu finden, schreibt die Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons in einer Mitteilung. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler nehme weiter zu und viele Lehrpersonen würden pensioniert. Umso wichtiger sei es, die Lohnkorrekturen «rasch vorzunehmen und damit konkurrenzfähig zu bleiben», wie sich der Bildungsdirektor Marcel Schwerzmann in der Mitteilung zitieren lässt.

Die Lehrtätigkeit für Kindergarten und Primarschule war im Kanton Luzern «seit Jahren zu tief eingereiht», wie die Bildungs- und Kulturdirektion weiter schreibt. Bereits 2011 und 2015 sei festgestellt worden, dass die Lehrpersonen auf diesen beiden Stufen zu wenig verdienen. In der Folge seien darum Primarlehrpersonen um eine Lohnklasse höher eingereiht worden, Kindergartenlehrpersonen um zwei.

Eigentlich hätte dann in einem weiteren Schritt am 1. August 2017 eine weitere Lohnerhöhung stattfinden sollen. Die Bildungsdirektion räumt in ihrer Mitteilung ein, dass dieses Vorhaben aufgrund «fehlender finanzieller Mittel» mehrmals verschoben worden sei. «Dies führte dazu, dass der Lohnverlauf bei den Kindergarten- und Primarlehrpersonen unterdurchschnittlich ist», schreibt sie weiter. Mit der Erhöhung der Lohnklasse auf das Schuljahr 2021/2022 werde dieser Missstand nun korrigiert.