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Gericht verurteilt zwei Luzerner wegen Kinderpornos

Die Liste ihrer Vergehen ist lang: Verbotene Pornos, nächtliche Diebstähle und Kindsmissbrauch. Dafür werden zwei Männer zu 1 und 2 Jahren Gefängnis verurteilt.
Kilian Küttel

Es gibt Leute, die gönnen sich auf dem Heimweg vom Ausgang noch etwas zu essen. Oder sie bleiben bei einem privaten Schlummertrunk hängen. Und dann gibt es Leute, die stehlen nach dem Ausgang Kinderkleider. Rothenburg im August 2016: Mitten in der Nacht schleicht sich ein Mann in den Garten eines Privathauses. Vom Wäscheständer stiehlt er zwei Trägerkleider in Kindergrösse. Das Gleiche passiert in der selben Nacht nochmals. Schon im Juli waren aus einer Waschküche in einem Mehrfamilienhaus zwei Kinder-Badekleider verschwunden. Der Dieb ist ein damals 23-jähriger Schweizer. Später wird er der Luzerner Staatsanwaltschaft sagen, die Diebstähle hätten ihm einen Kick gegeben. Und ja, die Kinderkleider hätten ihn erregt.

Im abgekürzten Verfahren verurteilt das Luzerner Kriminalgericht den jungen Mann zu einem Jahr Gefängnis auf Bewährung. Doch nicht nur wegen geringfügigem Diebstahl und Hausfriedensbruch, sondern wegen Pornografie und sexuellen Handlungen mit einem Kind.

500 Bilder und 270 Videos gefunden

«Ungefähr seit seinem 14. Lebensjahr lud der Beschuldigte von zu Hause aus über das Internet kinderpornografische Dateien herunter und konsumierte diese», schreibt die Luzerner Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage. Über 500 Bilder und knapp 270 Videos finden die Strafverfolger auf seinen Festplatten. Zudem hatte der heute 26-Jährige mit einer 13-Jährigen aus Deutschland gechattet und bis zu 20 Mal vor ihr masturbiert. Ein Gutachter stellte bei ihm eine heterosexuelle Pädophilie fest, die «lebenslang bestehen» werde. Nach seiner Festnahme begann er von sich aus eine Therapie. Das Gericht wies in an, diese weiterzuführen.

Er erhielt fast 200 Nacktbilder

Ebenfalls im abgekürzten Verfahren verurteilt das Kriminalgericht einen weiteren 41-jährigen Luzerner. Er hatte über 200 Mal mit männlichen Teenagern gechattet, 198 Mal schickten ihm die Knaben Nacktbilder. «In 119 Fällen waren die Chatpartner jünger als 16 Jahre», so die Staatsanwaltschaft. Auch er hatte verbotene Kinderpornos aus dem Internet geladen. Über 2000 Dateien wurden gefunden. Auch im realen Leben erbat er von Minderjährigen Nacktbilder. Darunter war auch sein Göttibub. «Er machte damit auch vor seinem sozialen Nahbereich nicht halt, um seine Neugierde und seine eigene sexuelle Lust zu befriedigen», hält die Staatsanwaltschaft fest. Der 41-Jährige, der mittlerweile zusammen mit seiner Mutter wohnt, bekommt zwei Jahre bedingt, die Probezeit liegt bei fünf Jahren. Für diese Zeit hat das Gericht Bewährungshilfe für den Beschuldigten angeordnet.

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