KINDERTAG: Backstube für die Kleinsten

Gestern waren an der Luga die Kinder an der Reihe. Sie durften gleich selber Hand anlegen: beim Backen und beim Sprayen.

Anja Glover
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Janis und Sarina Kühl basteln zusammen mit Louis und Jana Burri (von links) Tierchen aus Zopfteig. (Bild Nadia Schärli)

Janis und Sarina Kühl basteln zusammen mit Louis und Jana Burri (von links) Tierchen aus Zopfteig. (Bild Nadia Schärli)

Mit voller Aufmerksamkeit formt die 6-jährige Jana Burri ihren Igel aufgrund des spontan entstandenen Schnabels kurzerhand in einen Vogel um. Auch die Teigmasse ihres Bruders Louis mutiert vom Drachen zur Schlange, wird mit Kaffeerahm bepinselt und backbereit aufs Blech gedrückt. Ab und zu blickt der 3-jährige Louis rüber zu Janis Kühl (3), der immer mal wieder genüsslich eine Ladung Zucker im Mund verschwinden lässt. Seine Schwester Sarina (8) formt liebevoll Herzen und die 6-jährige Melina, ebenfalls Schwester von Janis, schafft es sogar, ein Schoggibrötli ohne Schoggi zu kreieren.

Einer der Berufsscherer an der Luga: Massimo Fanchini. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
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Janis und Sarina Kühl basteln zusammen mit Louis und Jana Burri (von links) Tierchen aus Zopfteig, am Stand der Zentralschweizer Bäuerinnen. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Mit dem Motto «Rüüdig guet! Lozärn» stellt sich der Kanton an der Olma in St. Gallen vor. Eine virtuelle Carreise in einem riesigen Busmodell soll die Vielfalt des Kantons zeigen. (Bild: Visualisierung Kanton Luzern)
Mit dem Raumwandler können alle drei Dimensionen des Raumes begangen werden, was auch rege genutzt wird. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Der riesige begehbare Raum dreht sich langsam um die eigene Achse. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Für Laura (links) und Mara (beide 13) aus Luzern ist die Unterschrift mehr als das Papier wert: Sally Sarr (links) und Jahmir Hyka vom FC Luzern. Insgesamt gaben die beiden Spieler in 90 Minuten 900 Autogramme. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Jahmir Hyka vom FC Luzern posiert am Stand der Neuen LZ an der Luga mit Fans. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Heinz Höneisen beim Auftritt mit seinem Border Collie gestern in der Arena. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Täglich findet die Border-Collie-Show in der Arena statt. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
In der Kocharena schwingen Bäuerinnen die Kelle. Kantonsratspräsidentin Irene Keller (mitte) sowie die Bäuerinnen Priska Röthlin (links) und Heidi Schmid. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
Kantonsratspräsidentin Irene Keller serviert den Besuchern an der Luga selbst gekochte Köstlichkeiten. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
Lukas Birchler am Seifenkistenrennen an der Luga 2014. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Dominik Diethelm am Seifenkistenrennen an der Luga 2014. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Colin Bachmann am Seifenkistenrennen (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Jesse Sax am Seifenkistenrennen (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Rahel Häberlin am Seifenkistenrennen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Jan Jaisser am Seifenkistenrennen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Chiara Meyer am Seifenkistenrennen (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Die neue Halle 1 ist das Herzstück der Messe Luzern - und der Luga. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
Jenny Burch, Salome Bucher und Basil Burch (v.l.) auf dem «Maxximum» im Luna Park der LUGA. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Gulia Gloggner (7) aus Sempach mit einer Zwergziege des Streichelzoos. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Daniela Senn und Melchior Schoch zeigen St. Galler Spezialitäten. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Am Stand des Gastkantons St. Gallen. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Links Ruedi Lustenberger, Nationalratspräsident, mit Stefan Kölliker, Regierungspräsident aus St. Gallen und Robert Küng, rechts, Regierungspräsident des Kantons Luzern lesen an der LUGA die St. Galler Zeitung. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Alicia Aregger (7, links) und ihr Bruder Silvan (5) aus Rothenburg rutschen am Stand des Gastkantons St. Gallen auf der grossen Zeitung. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Nationalratspräsident Ruedi Lustenberger, Mitte, an der LUGA-Eröffnung vom Freitag. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Musikalische Unterhaltung an der Eröffnung. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Der Nationalratspräsident Ruedi Lustenberger spricht anlässlich der Eröffnung der LUGA. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Robert Küng, Regierungspräsident des Kantons Luzern, verfolgt an der Eröffnungsfeier die Reden. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Nationalratspräsident Ruedi Lustenberger. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Robert Küng, Regierungspräsident des Kantons Luzern, während seiner Rede. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Stefan Kölliker, Regierungspräsident des LUGA-Gastkantons St. Gallen, spricht an der Eröffnung. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Stefan Kölliker, der Regierungspräsident des Kantons St. Gallen, mit Ruedi Lustenberger, Nationalratspräsident. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Melchior Schoch am Stand des Gastkantons St. Gallen. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Besucher lesen am Stand des Gastkantons St. Gallen in der grossen St. Galler Zeitung. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Jenny Burch, Salome Bucher und Basil Burch (v.l.) auf dem «Maxximum» im Luna Park der LUGA. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Der Gastkanton St. Gallen tritt an der Luga mit einer begehbaren Zeitung als Messestand auf (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Die Schule für Gestaltung St.Gallen steuerte das Gestaltungskonzept der dazugehörigen 'St.Galler Zeitung' bei, welche an die Besucher abgegeben wird. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Auf dem Bild ist der "Spiegel der Schweiz" der SRG Deutschschweiz zu sehen. (Bild: Gian Kamlesh)
In diesem Jahr ist der Kanton St. Gallen an der Luga zu Gast. Vertreter der Universität St. Gallen verteilen an der Sonderschau Zeitungen. (Bild: Gian Kamlesh)
Die Allgemeine Baugenossenschaft Luzern wird in diesem Jahr mit einer Sonderausstellung gewürdigt. Sie feiert ihr 90-Jahr-Jubiläum. (Bild: Gian Kamlesh)
Mit einem Miniatur Vierwaldstättersee laden die Kantone der Zentralschweiz zum Glückfischen ein. Unter dem Motto Gästival werden in diesem Jahr 200 Jahre Gastfreundschaft gefeiert. (Bild: Gian Kamlesh)
Pünktlich um 10 Uhr strömten die ersten Besucher aufs Messegelände. (Bild: Gian Kamlesh)
Die Zentralschweizer Erlebnismesse Luga ist seit Freitag eröffnet. (Bild: Gian Kamlesh)
Erstmals fahren in diesem Jahr keine Extrabusse der VBL auf das Messegelände. Neu müssen die Besucher mit der Zentralbahn, die im Viertelstundentakt vom Bahnhof aus verkehrt, an die Luga fahren. (Bild: Gian Kamlesh)
Die Luga findest erstmals in neuem Erscheinungsbild und in der neuen Messehalle statt. (Bild: Gian Kamlesh)
Wie in jedem Jahr dürfen auch die Tiere auf keinen Fall an der Messe fehlen. (Bild: Gian Kamlesh)
Kleine Lämmer dürfen auch in diesem Jahr zu den beliebtesten Publikumsmagneten gehören. Im Streichelzoo dürfen Kinder die Tiere hautnah erleben. (Bild: Gian Kamlesh)
Im Bauernhof findet wieder eine Tierschau statt. Zwei Ziegen blicken neugierig gegen die Kamera. (Bild: Gian Kamlesh)
Ein Alpaka zeigt vor der Kamera sein Lächeln. (Bild: Gian Kamlesh)
Der Archehof im Aussenbereich der Kleintierschau. (Bild: Gian Kamlesh)
Insgesamt präsentieren 450 Aussteller ihre Produkte. (Bild: Gian Kamlesh)
Im Spiel und Spass Zelt können sich Kinder und Jungebliebene austoben. (Bild: Gian Kamlesh)
Messebesucher können sich selber im Papierfalten versuchen. Der Luzerner Origami-Künstler Sipho Mabona arbeitet an der Messe an einem grossen Origami-Hahn. (Bild: Gian Kamlesh)
Selbstverständlich darf an der Luga der Lunapark nicht fehlen. Der Park ist täglich von 11 bis 24 Uhr geöffnet. (Bild: Gian Kamlesh)
Kinder erfreuen sich an den unterschiedlichsten Bahnen. Hier auf einem Fahrzeugkarussell. (Bild: Gian Kamlesh)
Die Aussicht auf das Messegelände vom Riesenrad aus. (Bild: Gian Kamlesh)
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Besucher lesen am Stand des Gastkantons St. Gallen in der grossen St. Galler Zeitung. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Melchior Schoch präsentiert St. Galler Spezialitäten. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Einer der Berufsscherer an der Luga: Massimo Fanchini. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Gestern durften die Kinder an der Luga den Zentralschweizer Bäuerinnen nicht nur über die Schulter blicken, sondern auch selbst Hand anlegen: In der speziell eingerichteten Backstube bastelten Sie am Teig herum, verzierten ihn mit Nüssen oder Rosinen und liessen ihn backen, um ihn kurze Zeit später gleich selbst zu verschlingen. Beim grossen Kinderbacken waren der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Eltern konnten ihren Sprösslingen dabei zusehen oder von den Zentralschweizer Bäuerinnen Tipps einholen. Diese ermöglichten den Messebesuchern in der Backstube «Das Beste der Region» (Halle 12) einen Blick hinter die Kulissen. Zum Backprogramm gehörten das beliebte Luga-Mutschli, das Luga-Brot, Zopf, Lebkuchen und für die kleinen Besucher eben Zopfteigtierchen.

Lernen von den Profis

Szenenwechsel: Auf dem Tisch Spraydosen, in der Luft der stechende Geruch von Farbe, an der Wand ein buntes Abbild der Luga. Die jüngsten Messebesucher waren nicht nur in der Backstube aktiv: Neben der Eventbühne weihten Graffiti-Künstler des Vereins Projekt 28 die begeisterten Kinder in die Geheimnisse des Graffiti-Sprayens ein. Weder Wind noch nasse Kälte hielten Florin Estermann und seine Geschwister davon ab, von diesem einmaligen Angebot Gebrauch zu machen: Mit Hilfe von Graffiti-Vorbild Thomas Flühler sprayte der 9-Jährige einen Planeten auf eine kleine Leinwand. Das Gute daran: Das resultierende Kunstwerk ist nicht nur legal, sondern kann auch mit nach Hause genommen werden. «Es hat total Spass gemacht und ist nicht einmal so schwierig, wie ich gedacht habe», erzählt Florin stolz.

So sprayt man legal

Mit der gestrigen Aktion stellen sich die Jungs vom Verein Projekt 28 gegen das Vorurteil, dass Graffiti kriminell sei. «In erster Linie ist es Kunst,» meint Thomas Flühler und will Möglichkeiten aufzeigen, wie man der Leidenschaft des Graffiti-Sprayens auch legal gerecht werden kann. Etwa, wenn man es auf Leinwänden, T-Shirts oder Rucksäcken macht. «Diese Art des Graffiti-Sprayens sollen die Kinder erfahren.»

Langweilig dürfte es den Kindern gestern an der Luga jedenfalls nicht geworden sein. Die Messe bot ein Schlechtwetterprogramm vom Feinsten.