KINDSENTFÜHRUNG: Wo sind Till, Lorena und Max?

Ein Vater trauert seit Jahren um seine entführten Kinder. An diesem Unglück sei die Gemeinde Emmen mitschuldig, ist er überzeugt.

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Die drei Kinder auf einer Privataufnahme. (Bild pd)

Die drei Kinder auf einer Privataufnahme. (Bild pd)

«Das ist wie ein Todesfall in der Familie», sagt Martin Hämmerle. Der 49-Jährige spricht von der Entführung seiner drei Kinder Max, Lorena und Till, heute 11-, 10- und 8-jährig. Hinter der Tat steckt höchstwahrscheinlich seine Ex-Frau Ruperta, geboren und aufgewachsen in der Dominikanischen Republik (unsere Zeitung berichtete im Januar 2007 über den Fall).

Flucht gut vorbereitet
Im März 2006 lebten Martin und Ruperta Hämmerle bereits an verschiedenen Orten, er im Kanton Aargau, sie in der Gemeinde Emmen. In der Trennungsvereinbarung wurde festgehalten: Die Kinder besuchen die Schule in der Schweiz. Der Wohnsitz beider Parteien bleibt die Schweiz. Das Sorgerecht gilt für Vater und Mutter.

Behörden stellten Pässe aus
An all diese Vereinbarungen mochte sich Ruperta Hämmerle nicht halten. Generalstabsmässig plante die gut gebildete Dominikanerin ab Ende 2005 die Flucht mit ihren Kindern aus der Schweiz. Dazu brauchte sie auch neue Pässe für ihre Sprösslinge. Und zu diesen Dokumenten verhalfen ihr die Emmer Behörden bereitwillig

Für die Suche nach seinen Kindern hat Martin Hämmerle laut eigenen Aussagen schon viele tausend Franken aufgewendet. Im Kampf um die Rückführung hat er nun auch einen Anwalt eingeschaltet, René Müller aus Brugg. Dieser kritisiert die Emmer Behörden und spricht im Zusammenhang mit der Passvergabe von einer «Verletzung der Sorgfaltspflicht.»

Thomas Heer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der Zentralschweiz am Sonntag.