KIRCHE: Der heilende Pfarrer bleibt in Ruswil

Pfarrer Roman Grüter kommt auf seine Demission zurück: Die «sehr grosse Solidarität» der Bevölkerung sorgt dafür.

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Es war ein Ostergeschenk, das Pfarrer Roman Grüter dem Ruswiler Kirchenvolk machte: Er werde seine Seelsorgetätigkeit in Ruswil weiterführen, sagte er während des Ostergottesdienstes. «Der lang anhaltende Applaus hat mich ebenso berührt wie die fast 1000 Unterschriften, die für meinen Verbleib als Seelsorger gesammelt worden sind», sagt Pfarrer Grüter. 

«Es gab Konflikte!»
Auch Kirchenratspräsident Lukas Lengwiler freut sich: «Es gab Konflikte zwischen Kirchenrat und Seelsorgeteam. Wir stecken mitten in einer Mediation. Die bestehenden Differenzen sind zwar noch nicht definitiv bereinigt. Es zeichnet sich aber eine gute Lösung ab.» Lengwiler betont, dass Roman Grüter seine Tätigkeit als Gemeindeleiter auf Ende Juni abgibt. In einem 30- bis 40-Prozent-Pensum bleibt er aber weiterhin für die Gottesdienste und die Seelsorge zuständig.

Kündigung nach gut einem Jahr
Pfarrer Grüter ist seit dem 1. Oktober 2006 in einem 70-Prozent-Pensum als Pfarradministrator in Ruswil tätig. Daneben wirkt er als Heiler. Schon bei seiner Anstellung hielt er fest, dass er zwei Jahre Zeit brauche, um zu prüfen, ob sich seine Heilertätigkeit mit der Aufgabe als Pfarradministrator vertrage. Im vergangenen Dezember kam er zum Schluss, dass dies nicht der Fall ist. Er reichte seine Kündigung auf Ende Juni ein. Im Demissionsschreiben an Bischof Kurt Koch begründete Grüter seinen Schritt damit, dass er sich entschieden habe, in Zukunft den Schwerpunkt auf seine Heilertätigkeit zu legen. Das Heilen sei eine besondere Begabung, die er habe entdecken dürfen. «Ich spüre ganz stark, dass dies mein Weg und meine Aufgabe ist», liess Roman Grüter den Bischof wissen.

Erfolgreiche Heilertätigkeit
Pfarrer Grüter hat mit seiner Heilertätigkeit grossen Erfolg. Neben Handauflegen gehören Kurse, Vorträge und Heilgottesdienste zu dieser Tätigkeit. «Zusammen mit meiner Arbeit als Pfarradministrator wurde es mir einfach zu viel», sagt Roman Grüter.

Hans R. Wüst

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.